Zitiert: Oberflächlichkeiten in zwei Jahrzehnten Journalismus

In den knapp zwei Jahrzehnten, die ich im Journalismus bin, gab es jedes Jahr Fortbildungen, die dem Personal die Phrasen und Klischees austreiben sollen. Erfolgsquote: null. Weiterhin starten Reportagen mit dem Lokalkolorit vermitteln wollenden Taxifahrergespräch und enden Kommentare mit einem entschiedenen „bleibt…

Zitiert: Journalismus muss sich in Klausur begeben

Was wiegt schwerer: ein eigener Gedanke, dafür komplett vom Bot formuliert, oder eine KI-Analyse, dafür in eigene Worte gefasst? Der Editor-at-Large des Tagesspiegels, Stephan-Andreas Casdorff, hat sich offenbar gleich für beides entschieden und ganze Texte verfassen lassen, was Urteil und Konsequenz recht einfach macht.

Doch gerade weil es nicht nur die eine, sondern mindestens Fifty Shades of KI gibt, muss sich der Journalismus nun dringend in Klausur begeben. Ein Update steht an: Wie schaffen wir es, original und glaubwürdig zu bleiben und uns nicht schleichend selbst abzuschaffen?

Martin Niewendick, taz.de, 16.06.2026 (online)

Zitiert: Wettlauf zwischen künstlicher Textgenerierung und Erkennungssoftware löst kein Problem

Wir können uns aber aktuell und sehr wahrscheinlich auch in Zukunft nicht darauf verlassen, erkennen zu können, wenn KI verwendet wurde. Das, was viele heute für typische KI-Sprache halten, stammt oft aus menschlichen Texten, mit denen die Systeme trainiert wurden. Gleichzeitig werden…

Zitiert: KI arbeite wie ein Ghostwriter

Machen wir uns doch bitte nicht lächerlich. Glaubt die FAZ ernsthaft, dass Ministerpräsidenten, Vorstände oder Minister ihre Gastbeiträge jemals komplett selbst mit der Feder auf Pergament gekritzelt haben? Seit Jahrzehnten werden politische Texte von Heerscharen anonymen Personals – sogenannten Ghostwritern, Referenten und…