Zitiert: Twitter sei das, was man daraus macht

Mich beschäftigt vor allem die in der Debatte über Twitter hier und da vertretene These, Twitter sei das, was man daraus macht: Man habe über den „Folgen“-Button selbst unter Kontrolle, ob man Müll sieht oder Tolles. Das stimmt zum Teil – aber nur für den einzelnen. Die Bedeutung und Wirkungsweise von Social Media sind damit nicht erfasst. Ebenso stimmt es, dass ein einzelner durch Auswandern verhindern kann, mit Verkehrspolitik behelligt zu werden. Das sagt aber auch nichts über die Verkehrspolitik. Klaus Raab, MDR Altpapier, 26.9.2022 (online)

Zitiert: Deutsche Debatten kommen einem ein wenig klein vor

Die deutschen Debatten über Sinn und Unsinn, Destruktivität und Schönheit von Social Media wie Twitter kommen einem ein wenig klein vor, wenn man bedenkt, wie sehr die Möglichkeit, sich zu äußern, sich zu informieren und Proteste zu organisieren, in anderen Gesellschaften mit Social Media verbunden ist. Irrelevant macht das unsere Twitter-Debatten nicht. Es ist nur wichtig, dabei nicht die Welt aus dem Blick zu verlieren.

Klaus Raab, MDR Altpapier, 26.9.2022 (online)

Zitiert: Das falsche Narrativ von der „Polarisierung“

Der Soziologe Steffen Mau sagt nun im Interview mit dem Deutschlandfunk-Medienmagazin „@mediasres“, die Erzählung von einer „polarisierten Gesellschaft“ sei seinen Analysen nach falsch. Zum Teil lasse sich sogar eine abnehmende Polarisierung feststellen. Die Erzählung „von einem progressiven Lager, das emanzipatorisch ist und…

Zitiert: Friedrich Merz weiß, was er sagt

Es ist nicht das erste Mal, dass der CDU-Chef so handelt. Seine Sätze sind zuletzt häufig nah am Populismus gebaut. Ständig erzählt er, Deutschland habe andere Probleme als das Gendersternchen. Setzt dann aber eine Gender-Debatte auf dem CDU-Parteitag an. Er raunt, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk nicht objektiv berichtet – wieder ohne sich die Mühe zu machen, das zu belegen.

Gabor Halasz, tagesschau.de, 27.9.2022 (online)