Zitiert: KI im Journalismus

Auch für den Journalismus bedeutet die generative KI mit den großen Sprachmodellen (LLMs) einen Paradigmenwandel, Sommer spricht vom „Gamechanger“. Weil nun das Schreiben als solches kein Thema mehr sei. Er sagt: „Ich kann ohne journalistische Ausbildung einen wahnsinnig guten Text schreiben.“ Eine gut gefütterte, also mit ausreichend Informationen versorgte KI kann sogar individuelle Stile reproduzieren.

Allerdings – und das wurde im anfänglichen Hype um ChatGPT gerne mal übersehen – macht das die Maschine noch nicht zum Menschen. Erstens geht es nicht ohne Input und zweitens nicht ohne Kontrolle.

Christian Kamp, faz.net, 18.02.2025 (online)

Zitiert: Was man mit Fachjournalisten verliert

Wenn ein Fachmagazin verschwindet, wächst die Gefahr, dass dessen Themen an Sichtbarkeit verlieren. Dies zeigte sich in anderen Medienhäusern, welche die Rubriken für Fachredaktionen strichen. Die journalistischen Spezialkräfte sind dann gezwungen, ihre Vorschläge in den tagesaktuellen Redaktionen durchzusetzen, wo sie Gefahr laufen, den Wettbewerb mit den Politik- und Wirtschaftsjournalisten zu verlieren.

Rainer Stadler, infosperber.ch, 15.02.2025 (online)

Zitiert: „Mitte“ kippt gen AfD

Laut „ZDF-Politbarometer“ waren uns Frieden, Wirtschaft, soziale Gerechtigkeit noch vor Wochen wichtiger als das Thema Migration. Dann kippte die „Mitte“ gen AfD. Es ist, als würde man jede Woche auswärts bei Bayern München spielen, sich jedes Mal eine 5:0-Klatsche abholen, bis die eigenen Fans sagen: Ihr müsst halt mehr so spielen wie Bayern München. Indiz: Die Linke erfindet sich mit Themen wie „Wohnungsnot“ und „Soziales“ ein Paralleluniversum – und legt zu. Heimspiel.

Friedrich Küppersbusch, taz.de, 09.02.2025 (online)

Zitiert: Täter nicht als „Bewegungs-Helden“ berichten

Nach jeder Terrortat setzt eine fieberhafte, mehrstündige Digitalberichterstattung ein, die darüber spekuliert, ob der Täter etwa Islamist (München) oder Islamfeind (Magdeburg), ein Rechts- oder Linksdualist oder psychisch gestört (Aschaffenburg) sei. Sehr ungerne erinnere ich mich an vergleichbare, frühere Debatten um “Familientragödien” versus…

Zitiert: Ein allzu enger Blick auf die SRF-Sparmassnahmen

Unbestritten ist, dass die hiesigen Medien diesen redaktionellen Fachbereich nicht zuletzt wegen Finanzierungsproblemen stark abgebaut haben. Wie sieht es aber bei SRF aus? Auf Anfrage sagte dessen Sprecher, Roger Muntwyler, dass der öffentliche Sender in der Redaktion Wissenschaft derzeit 29 Personen beschäftige,…