Zitiert: Gleichberechtigung in den Hörspielredaktionen der ARD

Der Westdeutsche Rundfunk, der Bayerische Rundfunk und Deutschlandfunk Kultur wollen in ihren Hörspielproduktionen künftig ebenso viele Frauen wie Männer beschäftigen als Regisseure, Komponisten, Autoren und Bearbeiter. Auslöser dieser Selbstverpflichtung sind die so genannten Karlsruher Postulate: Bei den ARD-Hörspieltagen im vergangenen November gab…

Zitiert: Warum Sparen beim Radio kaum Sinn macht

Dass man beim Radio Geld einsparen kann, was beim Fernsehen verpulvert wird, war im Übrigen schon immer eine Illusion. Denn vom Etat einer einzigen Folge einer halbstündigen Vorabendserie könnte man etwa fünf Hörspiele produzieren. Mal sehen, wie viele Hörspiele der deutschsprachige Rundfunk im Jahr 2019 schafft.

Jochen Meißner, Medienkorrespondenz 7/2019, S. 9 (nicht online)

„Die Kraft des Dokumentarischen“ ohne „lindernden Kommentator“

Diemuth Roether beschreibt „Ein Hörspiel und seine Folgen“ – im Jahr 1968: „Zu den medienhistorischen Anekdoten, die zeigen, wie aufgeheizt das gesellschaftliche Klima in den Jahren um 1968 war, gehört die Rezeptionsgeschichte des Hörspiels „Die Falle“ von Peter O. Chotjewitz, das der Süddeutsche Rundfunk (SDR) am 29. Januar 1969 sendete. In „Die Falle – oder: die Studenten sind nicht an allem schuld“ hatte Chotjewitz dokumentarisches Material des Jahres 1968 bearbeitet und collagiert. Es waren, wohlgemerkt, keine Original-Tondokumente, alle Zitate – Äußerungen von Politikern, Richtern, Studenten und auch von Bürgern, die die Demonstrationen beobachteten – wurden von Schauspielern nachgesprochen. Diese agierten jedoch so natürlich, dass sie sehr lebensecht wirkten. … Weiterlesen „Die Kraft des Dokumentarischen“ ohne „lindernden Kommentator“

Dokumentiert: Formaler und ästhetischer Reichtum der Gattung Hörspiel ist bedroht

„Die mittelmäßigen „Radio-Tatorte“, die in allen Landesrundfunkanstalten wiederholt werden müssen, wie auch das senderübergreifende „ARD-Radiofeature“ sind massive Anschläge auf den Rundfunkföderalismus, der die einzigartige Vielfalt der radiophonen Formen in Deutschland erst ermöglicht hat. Von der unter dem vorsätzlich irreführenden Titel „Radiofestival“ genannten abendlichen Gleichschaltung der Kulturwellen im Sommer gar nicht zu reden. Und der Intendant des Saarländischen Rundfunks, der Anstalt, in der das Neue Hörspiel – mit großem N – erfunden wurde, hat sich Anfang letzten Jahres in der Ankündigung der Zusammenarbeit mit dem Hörspiel des Deutschlandfunks gefreut, dass er dadurch „kostenintensive Investitionen in Technik [und, so wäre zu ergänzen, in Personal; JM] vermeiden“ könne. „8 Milliarden. Zwangsgebühr. Kleist.“ Weiterlesen Dokumentiert: Formaler und ästhetischer Reichtum der Gattung Hörspiel ist bedroht

Zitat: Das Hörspiel ist kein Nischenprodukt

 

Früher habe es in den Funkhäusern in Richtung der Hörspielredakteure geheißen, „sie sollten ihre Produktionen lieber auf Kassetten an ihre paar Hörer verschicken, das käme billiger“,  so Stefan Fischer in der Süddeutschen Zeitung. Doch nun gibt es Radiotatorte, die bis zu 200.000 mal aus dem Netz heruntergeladen werden. Der Hörspielpool des BR, in dem man rund Angebote findet, hatte im letzten Jahr 1,5 Millionen Downloads. Weiterlesen Zitat: Das Hörspiel ist kein Nischenprodukt