Zitiert: Das Fernsehen schafft sich ab

Aber das Fernsehen braucht keine aufgewärmten Stars und keine recycelten Konzepte. Es braucht den Mut zur Erneuerung. Unverbrauchte Gesichter, unerprobte Ideen, unkonventionelle Wege, ein Publikum wieder zu erreichen. Doch dieser Mut fehlt – im gebührenfinanzierten System, das keinen wirtschaftlichen Druck verspürt, ebenso wie bei den Privaten, die lieber auf vermeintlich sichere Marken setzen, als echte Wagnisse einzugehen. Das Fernsehen schafft sich ab. Es bemerkt es nur nicht.

Marcus Weingärtner, berliner-zeitung.de, 15.01.2026 (online)

Zitiert: Das gute alte Fernsehen ist zurück (II)

Allerorten ist man konfrontiert mit längst vergessen geglaubten TV-Momenten. Die meisten relevanten Streaming-Bezahldienste haben auf ihren Plattformen die Mehrklassengesellschaft eingeführt. Premiumplus-First-Class-Abonnenten kriegen für den doppelten Preis dasselbe wie bisher: die Möglichkeit, auf zwei oder mehr Geräten gleichzeitig zu schauen, und werbefreie Unterhaltung.…

Zitiert: Das gute alte Fernsehen ist zurück (I)

Nichts ist zermürbender, als eine Streamingplattform nach einem passenden Inhalt zu durchsuchen. Es ist einfach zu viel Verantwortung für eine einzelne Person, einen Film-, Serien-, Dokuabend in Eigenregie kuratieren zu müssen. Herbe Enttäuschung ist der Regelfall. Höchstens in einem von zwanzig Fällen…

Zitiert: „Fernsehen“

Für mich ist der Begriff „Fernsehen“ viel weiter gefasst. Es ist die Nutzung vielfältiger Bewegtbild-Programminhalte, egal über welchen Vertriebsweg oder welches Geschäftsmodell sie zum Zuschauer kommen. Ein solch erweiterter TV-Begriff ist für unsere Zeit, in der sich die Medienbranche in einem intensiven digitalen Transformationsprozess befindet, notwendig. Diese Definition umfasst heute nicht nur klassisches Fernsehen, sondern Mediatheken, Streaming- und Onlineangebote, soweit sich ihre Inhalte in Formate fassen lassen.

Wolf Bauer, faz.net, 06.09.2025 (online)