Zitiert: Folgen der Programmreformen für den Wissenschaftsjournalismus

Auch die Programmreformen des Deutschlandfunks werden die Arbeit von Wissenschaftsjournalist:innen voraussichtlich erschweren insbesondere die unserer freien Kolleginnen und Kollegen. Es freut uns zwar sehr, dass die Sendeplätze für Wissenschaftsthemen in Summe der Sendeminuten erhalten bleiben. Dennoch fürchten wir, dass die verstärkte Wiederholung…

Zitiert: Zum Gendern in den Medien

Über das Gendern lässt sich trefflich streiten – also sollte man es tun, und zwar ohne Gesinnungsprüfung. Dass die Sender hier de facto Sprachpolitik betreiben, ist nicht bloß eine Frage der Ästhetik, sondern der Zugänglichkeit. Wer Verständlichkeit zur Regel erhebt, diskriminiert niemanden; wer Verständlichkeit opfert, verliert einige. Eine einfache Maxime genügte: Dort, wo Sprache Dienstleistung ist – Nachricht, Erklärung, Untertitel –, hat Verständlichkeit Vorrang. Dort, wo Sprache Kunst ist – Reportage, Essay, Satire –, darf sie sich zumuten. Das ist kein Salomonspruch, sondern die Anerkennung verschiedener Funktionslogiken in einem Haus.

Otfried Höffe, fr.de, 08.10.2025 (online)

Zitiert: Rundfunkgremien gelten als medienpolitisch irrelevant

Die Tatsache, dass die Medienpolitik die Rundfunkgremien bei den aktuellen Reformen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks nicht einbezieht, ist vielsagend. Betrachtet man die klägliche Rolle des Rundfunkrates des RBB bei den Skandalen um die ausgeschiedene Intendantin, muss die Frage nach der Effektivität der Institution…