Der Rundfunk, also Radio und Fernsehen, so das Bundesverfassungsgericht, hat „keine Freiheit an sich“, sondern eine „dienende Freiheit“. Er soll der freien und öffentlichen Meinungs- und Willensbildung und damit der Demokratie „dienen“. Das Bundesverfassungsgericht hat immer wieder darauf verwiesen, dass es eine zentrale Aufgabe der Medienpolitik, vorherrschende Meinungsmacht zu verhindern. Somit ist klar, dass sich Medienpolitik nicht nur auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk beschränken darf, sondern die Akteure in der gesamtgesellschaftlichen Kommunikation im Blick haben muss. Weiterlesen Vermachtung in den Medien und gesellschaftliche Kontrolle
Schlagwort Datenschutz
Zitiert: Darf Datenschutz Produkt begrenzen?
Manche meinen, „wichtiger als Datenschutz sei ein überzeugendes Produkt. Kaum jemand nehme eingeschränkten Komfort oder schlechtere Suchergebnisse für mehr Privatsphäre in Kauf. Apple widerspricht dem. Die Gleichung „je weniger Anonymität, desto mehr Funktionalität“ sei falsch. Apple Maps könne mit Googles Kartendienst mithalten,…
Zitat: einseitiger Datenschutz
Peter Schaar stellt fest: „Die meisten datengetriebenen Geschäftsmodelle gleichen einem venezianischen Spiegel, der nur einseitig durchsichtig ist.“
Aus: Langfassung eines Gastbeitrags, der im Juli 2015 in verschiedenen deutschen Zeitungen erschienen ist (online)
Öffentlich-rechtliche Medien und personalisierte Daten
Die BBC startet App mit personalisierten Nachrichten, meldet Der Standard (13.07.2015). Die App biete eine „Kombination aus Top-Stories, meist gelesenen Geschichten und persönlich ausgewählten und empfohlenen Themen aus über 50.000 Gebieten“. Innerhalb von vier Tagen seit dem seit dem Start am Freitag (10.07.2015) sei die App bereits 1,5 Millionen Mal heruntergeladen worden.
Die BBC verweist darauf, dass über 50 Prozent der Nutzerinnen und Nutzer BBC News auf Smartphones und Tablets nutzen. Vor drei Jahren waren es 12 Prozent.
Zitat: Daten sind der Strom der Digitalwirtschaft
„Denkt man diese These weiter, hieße das, dass die datenverarbeitenden Unternehmen so etwas wie die Netzbetreiber der Digitalwirtschaft sind. Allein, kein Netzbetreiber kanalisiert so viel Strom wie Google Daten. Es ist, als würden Siemens und General Electric ein Kartell bilden.“
Adrian Lobe, FAZ, 09.06.2015
