Zitiert: Weniger Zeitung, mehr AfD

Maxim Flößer, freier Journalist, Redaktor beim SWR und Journalist bei der „Kontextwochenzeitung“, hat in seiner Masterarbeit für die Universität Stuttgart untersucht, was das Verschwinden lokaler Berichterstattung mit den Wahlergebnissen der AfD zu tun hat. Das Ergebnis: leider einiges. Die entscheidende Frage: Ist…

Zitiert: Viele AfD-Wähler sehen sich nicht als Teil der stummen Mehrheit

Es gibt zwar klar das Bild, dass die schweigende Mehrheit von einer Minderheit regiert werde. Aber viele AfD-Wähler sehen sich nicht als Teil der stummen Mehrheit. Sie sehen sich insgeheim als eine Art wissende Minderheit, als Elite. Als eine Gruppe von vermeintlich…

Zitiert: Forderung nach korrekter Haltung schränkt Meinungskorridor ein

Ich sehe den Untergang des Abendlandes noch nicht vor mir, wenn bei der Berlinale ein paar AfD-Irrläufer rumstehen oder jemand dringend ein Pali-Tuch tragen muss. Der ESC feierte die schurkische Autokratie Aserbaidschan, gab sich dann wieder als singende Vorhutorganisation der Nato und soll nun noch kurz Hamas-Terror und Israels Kriegsführung in Ordnung bringen. Viele wollen sich mit ihrer korrekten Haltung adeln, machen aber einfach nur den Korridor gestatteter Meinungen enger. Da kann man toll im Feuilleton diskutieren, während das Elend der Welt ungestört weitergeht.

Friedrich Küppersbusch, taz.de, 03.03.2024 (online)

Zitiert: Die Aufregung um die Berlinale-Tickets [für die AfD] ist eine Farce

Die Filmbranche hat aus ganz anderen Gründen Anlass, nervös auf die Umfragewerte der AfD zu blicken. Die Partei versucht über ihre Vertreter in den Gremien der Filmförderung und in den Rundfunkräten der öffentlich-rechtlichen Sender Einfluss auf die Entscheider und die Finanzierung einzelner Filme zu nehmen. Und je stärker die Partei in den Parlamenten vertreten ist, desto größer könnte dieser Einfluss werden. Für antifaschistische Filme wie etwa „Und morgen die ganze Welt“ der Regisseurin Julia von Heinz, gegen dessen Finanzierung aus Filmfördermitteln die AfD im Bundestag heftig polemisiert hat, könnte es dann schwierig werden.

Peter Laudenbach, sueddeutsche.de, 05.02.2024 (online)