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Zitiert: Republikanische Clubs in Zeiten des Stillstands

In den sechziger Jahren, als sich nichts bewegte und CDU und SPD den Status quo zementiert hatten, gründeten sich, als der Überdruss zu groß wurde, an einigen Orten der Bundesrepublik spontan Republikanische Clubs. Das blieb nicht ganz ohne Folgen. Wenn Menschen ins analoge Reden und kollektive Denken kommen, kann das überraschende Konsequenzen haben. So oder so. Wenn es links still bleibt, muss man sich nicht wundern, wenn demnächst in den Rundfunkräten und der Rundfunkkommission der Länder die blaue Partei Rederecht und mehr bekommt.

Mathias Greffrath, taz.de, 27.05.2026 (online)

Zitiert: Stand der digitalen Medienstaatsverträge

Seit über einem Jahr beraten die Bundesländer über einen Digitale-Medien-Staatsvertrag. Sie wollen die Regulierung an eine KI-geprägte Kommunikationswelt anpassen. Im Fokus steht die Sicherung von Medienvielfalt und der Schutz vor Manipulationen im Netz. Wann die neuen Regelungen in Kraft treten, ist unklar.…

Zitiert: Wer Intendanten kommen und gehen sieht

Der ZDF-Sprecher Alexander Stock geht in Rente. Fast 25 Jahre reagierte der Sender seinetwegen zurückhaltend, manchmal sogar überlegt und – beruhigte. […] 2002 hatte ZDF-Intendant Markus Schächter den früheren „heute-journal“-Journalisten zum obersten Kommunikator der Mainzer Anstalt gemacht. Schächter war ein Jahr zuvor…

Zitiert: Suchtbeauftragter warnt vor Sportwetten-Werbung zur WM

Fußball-Fieber, schnelle Wette – und schnelles Geld? Bei der WM ist Sportwettenwerbung besonders ausgeprägt. Hendrik Streeck mahnt, Fußball dürfe nicht zum Einstieg in die Spielsucht werden. […] „Problematisch ist, wenn Fußball, Emotion und Wetteinsatz so eng miteinander verbunden werden, dass gerade junge…

Zitiert: Öffentlich-rechtliche Sender als Institutionen zur Stärkung der Volkssouveränität

Solche analogen Situationen auch außerhalb der experimentellen Situation, nicht nur punktuell und als Ausnahme, darin läge vielleicht eine Zukunft öffentlich-rechtlicher Anstalten, die sich als „Institution zur Stärkung der Volkssouveränität“ verstünden. Es erforderte allerdings ein erweitertes Berufsbild des Journalisten: Er müsste sich als Öffentlichkeitsarbeiter verstehen und einen partiellen Exodus aus den vielleicht zu groß gewachsenen Funkhäusern, in Pop-up-Redaktionen in einem Landkreis etwa, in der Kuration von „dritten Orten“. Vielleicht auch in spektakulären Begegnungen der Bürger mit sich selbst.

Mathias Greffrath, taz.de, 27.05.2026 (online)