Neueste Beiträge

Zitiert: Kulturradio soll niedrigschwellig und voraussetzungsarm sein

Kulturradio heute geht nicht mehr ohne Distinktionsdünkel, zumindest öffentlich-rechtliches Kulturradio. Das soll nämlich niedrigschwellig und voraussetzungsarm sein. Also muss Kulturradio heute seine Ahnungslosigkeit vor sich hertragen wie eine Monstranz zu Fronleichnam. Moderatoren betonen, dass sie keine „Kenner“ seien; und sollten sie doch etwas mehr wissen als die „Tchibo-Hausfrau“, die in einer berüchtigten Hörerstudie des WDR als idealer Adressat des Programms konfiguriert worden war, dann stellen sie sich lieber dumm.

Jan Brachmann, faz.net, 22.12.2022 (online)

Zitiert: „Kultureller Film“ für die Kinokasse?

Was an dieser kurzen Interviewantwort auffällt, ist die Gleichsetzung zwischen dem „kulturellen Film“ und „jenem, der sich an der Kinokasse auch auszahlt“. Letzteren hat es in Deutschland nur selten gegeben. Selbst in den goldenen Tagen der Kinowirtschaft, den 1950er Jahren, wurde die…

Zitiert: Desinformation – ein überschätztes Problem?

Wie gefährlich ist Desinformation? Die öffentliche Debatte darüber gehe häufig am Stand der Wissenschaft vorbei, sagt Forscher Christian Hoffmann. Er hält das Problem für überschätzt. Desinformation sei weniger verbreitet und wirkungsvoll als oft angenommen. […] „Ich glaube aber, man wird nicht sehr…

Zitiert: „Harry & Meghan“ ist kein Doku-Genre

Mit Netflix begann die Unsitte, TV-Zeugs wie „Harry & Meghan“ als Dokumentation zu bezeichnen. Wir leben im Zeitalter der Nabelschau, was erklärt, warum neuerdings allerhand Leute Filme über sich selbst produzieren. Dauernd verschafft sich Unterhaltung dabei den Anschein von Authentizitiät: Deswegen gibt…