Zitiert: „Regiefassung“ oder „Drehfassung“

Es kommt schon darauf an, mit wem man arbeitet. Ich finde, dass uns durch „Kontrakt 18“ auch semantisch etwas gelungen ist. Das Wort „Regiefassung“ habe ich so gut wie nicht mehr gehört. Wir reden nur noch von „Drehfassungen“, was ein definierter und damit auch ein inhaltlicher Unterschied ist. Dass die Drehfassung in der Regel vom Autor oder der Autorin verantwortet wird, lässt sich wohl nicht mehr zurückdrehen.

Orkun Ertener, the-spot-mediafilm.com, 30.04.2026 (online)

Zitiert: Feministische Politik sei mehr als Inklusion

Aber so entsteht die Vorstellung, dass das bereits feministische Politik sei, nur weil Inklusion stattfindet. Und ich sage auch nicht, dass nur Männer patriarchal sind. Ich sage: Menschen sind patriarchal. Und solange man sich nicht mit dieser extraktiven Logik der Nutzbarmachung auseinandersetzt, trifft man den Kern des Problems nicht. Man spielt weiterhin nach den bestehenden Regeln. Das heißt natürlich nicht, dass wir nicht gegen sexuelle Belästigung in Tech-Unternehmen vorgehen oder für mehr Inklusion sorgen sollten. Aber das allein wird das Problem des Big-Tech-Patriarchats nicht lösen.

Sarah Sharma, sueddeutsche.de, 06.05.2026 (online)

Zitiert: Linke Formate in der Logik des neuen Medienökosystems

Gefragt wären linke Formate, die die Logik des neuen Medienökosystems akzeptieren und strategisch nutzen, statt sie zu beklagen. Dass das möglich ist, zeigt in den USA zum Beispiel der Podcast Doomscroll. Der linke Host Joshua Citarella versteht jedes Gespräch, die auch bei…

Zitiert: Ein Sprachmodell will nicht seriös sein

Es errechnet wahrscheinliche Fortsetzungen. Liegen technische Fehler, Gremlins und ein alberner Ton in seinem Assoziationsraum nah beieinander, wird aus der Fehleranalyse eben Phantasieprosa. Die Lösung besteht nicht in Einsicht, Reue oder einem Mitarbeitergespräch, sondern in einer weiteren Zeile in den Grundanweisungen einer…

Zitiert: Digitale Technologien schreiben patriarchalen Logiken fort

Die Art, wie wir uns durch den Alltag bewegen, wie wir Zeit, Raum und Routinen organisieren – all das ist tief in patriarchalen Logiken verankert. Gleiches gilt für die Technologien, die diesen Alltag strukturieren. Besonders deutlich wird das an Phänomenen wie Ride-Sharing,…