Zitiert: Warum man SZ liest

Der eine Teil des Publikums (siehe oben) liest die SZ nicht wegen einzelner Geschichten oder Kommentaren. Er kauft die Zeitung als Ganzes, als Wesen. Der andere Teil dagegen entdeckt die Zeitung über einzelne Artikel, Themen und/oder Beiträge. Wenn es gut geht, identifizieren möglichst viele dann das Ganze hinter dem Einzelnen. Und wenn es besonders gut geht, wollen diese Nutzer, die zu Lesern werden, als Folge der Kette Wahrnehmung – Aufmerksamkeit – Interesse – Zuordnung nicht mehr nur Einzelnes nutzen, sondern das Ganze.

Kurt Kister, sueddeutsche.de, 6.10.2022 (online)

Zitiert: Wie treibt man künstlicher Intelligenz die schlechten Angewohnheiten ihrer Nutzer wieder aus?

Diese beiden Beispiele zeigen ganz gut den generellen Stand der Dinge in Sachen Sprachsoftware. Die Programme sind entweder kaum zu gebrauchen – oder tendenziell in der Lage, problematische Inhalte und Fake News noch viel stärker zu machen, als es menschliche Nutzer jemals könnten. Die große Frage ist, wie man all die toxischen Dinge und Sätze, die von Menschen ins Internet hineingeschrieben wurden, und die den Künstlichen Intelligenzen als Vorlage dienen, wieder aus den Konversationen bekommt.

Michael Moorstedt, sueddeutsche.de, 10.10.2022 (online)

Zitiert: Corona und die Entortung der Redaktion

Zu den großen technischen und strukturellen Umwälzungen im vergangenen Jahrzehnt gehörte auch die von Corona getriebene weitgehende Entortung der Redaktion. Flure, Büros und Konferenzräume waren lange Zeit nahezu menschenleer, was gerade in einer Branche, die davon lebt, miteinander und übereinander zu reden…

Zitiert: Digitale Transformation geht nicht neben dem Tagesgeschäft

Die digitale Transformation kann man nicht neben dem Tagesgeschäft und unter Zeitdruck machen. Daran hapern oder scheitern viele Vorhaben. Mir war das damals bei der SZ nicht bewusst, heute sehe ich das total klar. Die digitale Transformation zu managen, das ist ein Vollzeitjob.

Julia Bönisch, kress.de, 14.10.2022 (online)