ARD

„Die Kraft des Dokumentarischen“ ohne „lindernden Kommentator“

Diemuth Roether beschreibt „Ein Hörspiel und seine Folgen“ – im Jahr 1968: „Zu den medienhistorischen Anekdoten, die zeigen, wie aufgeheizt das gesellschaftliche Klima in den Jahren um 1968 war, gehört die Rezeptionsgeschichte des Hörspiels „Die Falle“ von Peter O. Chotjewitz, das der Süddeutsche Rundfunk (SDR) am 29. Januar 1969 sendete. In „Die Falle – oder: die Studenten sind nicht an allem schuld“ hatte Chotjewitz dokumentarisches Material des Jahres 1968 bearbeitet und collagiert. Es waren, wohlgemerkt, keine Original-Tondokumente, alle Zitate – Äußerungen von Politikern, Richtern, Studenten und auch von Bürgern, die die Demonstrationen beobachteten – wurden von Schauspielern nachgesprochen. Diese agierten jedoch so natürlich, dass sie sehr lebensecht wirkten. … Weiterlesen

“Vergütungsabstand” zwischen RBB und Land Berlin wächst

2004 wurde schon einmal darüber diskutiert, um wieviel Cent die Rundfunkgebühr erhöht werden soll. Die KEF hatte 109 Cent vorgeschlagen. Einige Ministerpräsidenten wollten weniger. Georg Milbradt, Edmund Stoiber und Peer Steinbrück wollten den Sendern nur 81 Cent zugestehen. Dazu hatten sie auch eine Rechnung vorgelegt. Die Sender versuchten die Politiker mit Absichtserklärungen von dieser Absicht abzuhalten. So  erklärte die ARD im Jahr 2004:

Die ARD-Anstalten werden sich auch weiterhin bei ihren Gehaltstarifabschlüssen am finanziellen Volumen der Abschlüsse im Öffentlichen Dienst als Obergrenze orientieren.

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Legt die ARD ihren Schwerpunkt beim Dokumentarischen auf das Dokufiktionale?

In einer Presseerklärung der ARD heißt es:

Das Erste: Qualität macht den Unterschied – Herausragende Filme und Dokumentationen im Herbstprogramm.

Die Zuschauerinnen und Zuschauer erwartet im Herbst ein fiktionales und dokumentarisches Programm mit besonders vielen Highlights.

Volker Herres, Programmdirektor Erstes… Weiterlesen

Ulrich Wilhelm zu seiner Idee „einer gemeinsamen Plattform von Sendern und Verlagen auf europäischer Ebene“

ARD, ZDF und Deutschlandradio hatten den Landtagen ihre „Berichte über die wirtschaftliche und finanzielle Lage“ 2018 zukommen lassen. Der für Medien zuständige Ausschuss diskutierte diese Berichte in einer Sitzung am 20. August 2018. Mittlerweile liegen die Beschlussempfehlungen vor, in denen… Weiterlesen

Nutzt die ARD ihren Spielraum und schlägt Leipzig als Nationales Sendezentrum für internationale Großereignisse vor?

ARD, ZDF und Deutschlandradio hatten den Landtagen ihre „Berichte über die wirtschaftliche und finanzielle Lage“ 2018 zukommen lassen. Der für Medien zuständige Ausschuss diskutierte diese Berichte in einer Sitzung am 20. August 2018. Mittlerweile liegen die Beschlussempfehlungen vor, in denen auch Auszüge aus der Diskussion wiedergegeben werden.

So erklärte Ulrich Wilhelm, der Intendant des Bayrischen Rundfunks und ARD-Vorsitzende, auf die Frage, warum es im Osten so wenige Gemeinschaftseinrichtungen gebe, dass die Kategorie Gemeinschaftseinrichtung unscharf sei. „Es gebe Gemeinschaftseinrichtungen, die mit einem Ort verbunden seien (Verbindungsbüro in Brüssel, Hauptstadtstudio in Berlin) und solche, die nicht an einen Ort gebunden seien, welche aber über eine Aufgabe definiert sei, die aus unterschiedlichen Häusern finanziert werde. Es gebe insgesamt 12 große Gemeinschaftseinrichtungen, welche über einen umfassenderen Etat und eine eigene Belegschaft verfügen. Davon gebe es zwei Einrichtungen in Potsdam – das Deutsche Rundfunkarchiv und das sogenannte Playout-Center – sowie den Kika in Erfurt. Immer, wenn für solch eine Entscheidung Spielraum gesehen werde, schaue man auch, ob Sachsen oder weitere Standorte im Osten bedacht werden können. Dieser Spielraum ergebe sich jedoch nicht sehr oft.“ Weiterlesen

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)