In dem zu Wochenbeginn geführten Interview machte der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien keine konkreten Aussagen zu Strukturen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Nach Medienberichten über nicht öffentliche Äußerungen, wonach er eine Zusammenlegung von ARD-Anstalten und eine Privatisierung des ZDF für möglich hält, wollte er auch nachträglich dem epd dazu nichts Näheres sagen. Weimer kommentiere „derzeit Äußerungen aus einer nicht-öffentlichen Veranstaltung nicht“, heißt es dazu vonseiten der Bundesregierung.
Der parteilose Staatsminister rechtfertigte es, den Rundfunkbeitrag einen „Zwangsbeitrag“ zu nennen. „Wir brauchen diese Abgabe, sie erfüllt einen wichtigen Zweck. Wir bekommen dafür etwas. Aber es bleibt eine Abgabe, zu deren Zahlung wir gesetzlich verpflichtet sind“, sagte er. Daher plädiere er nicht für ihre Abschaffung, sondern für eine Schärfung des Auftrags des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
epd medien, 18.09.2026 (online)

