Auf Social Media tobt ein Kampf um Aufmerksamkeit. Für Marken ist es schwer, aus der Masse herauszustechen. Eine Möglichkeit: längere Werbeclips, die filmisch inszeniert sind. Oder sogenannte Micro-Dramen. […]
Marken reagieren also darauf, dass ihre Werbung in einer Umgebung auffallen muss, in der unzählige Angebote um begrenzte Aufmerksamkeit konkurrieren. Die eine Option ist, viel Geld für teure Schauspieler und Regisseurinnen auszugeben, um einen filmischen Spot oder eine Serie zu produzieren. Die andere ist, beim Kurzformat zu bleiben und es in eine episodische Microdrama-Serie zu verwandeln, die vor allem junge User anspricht. In beiden Fällen gilt: Die wirkungsvollste Werbung fühlt sich am Ende vielleicht gar nicht wie Werbung an – sondern wie Unterhaltung.
Lara Sanli, sueddeutsche.de, 30.09.2026 (online)

