Zitiert: RSF-Vorschläge zu Medienpluralismus

In einer aktuellen Stellungnahme hat RSF zusammengefasst, was es aus Sicht der Organisation in Deutschland noch braucht, um Medienunabhängigkeit und Vielfalt bestmöglich abzusichern:

  • eine plattformunabhängige Journalismusförderung, unabhängig vom Verbreitungsweg, mit einem Fokus auf den Beitrag einer Publikation zur publizistischen Vielfalt
  • eine Anerkennung des Non-Profit-Journalismus als gemeinnützig
  • eine Neuformulierung des öffentlich-rechtlichen Auftrags mit konkreten Vielfaltsvorgaben für einzelne Programmbereiche
  • eine Absicherung der redaktionellen Unabhängigkeit durch Redaktionsstatute, die Redakteure und Redakteurinnen vor der Einflussnahme von Verlegern und Verlegerinnen schützen
  • mehr Eigentümer-Transparenz durch eine verbesserte Medieneigentümer-Datenbank
  • mehr Transparenz zur Verteilung von staatlichen Werbegeldern an Medien
  • eine verbesserte Sichtbarkeit verlässlicher, professioneller journalistischer Inhalte auf Plattformen und Benutzeroberflächen
  • eine Reform des Medienkonzentrationsrechts auf der Grundlage eines wissenschaftlichen Meinungsmacht-Monitorings
  • eine kompromisslose Umsetzung des Verbots von Spionagesoftware zur Überwachung von Medienschaffenden

 

Reporter ohne Grenzen, 11.12.2024 (online)

 

RSF Stellungnahme EMFA nationale Umsetzung (pdf)