Zitiert: Meta sperrt Werbung für Virginia-Woolf-Theaterstück wegen Feminismus

Meta zensiert Theater: Feminismus ja, aber doch bitte nicht so nennen! Virginia Woolf wollte das Wort „Feministin“ bannen, um den Blick auf die Sache freizumachen. Knapp ein Jahrhundert später streicht ein Theater das Wort, damit Werbung auf Instagram stehen darf. Der Tipp kam von Meta. […]

Wäre es nicht ein geistloser Algorithmus, der hier zur Unterlassung des Feminismusbegriffs aufrief, könnte man Meta fast in der Tradition Woolfs sehen: Sie verbannte ein Wort, um die Sache weiterverhandeln zu können. Das Teatre Raval streicht nach Metas Aufforderung Begriffe aus seiner Werbung, um Menschen für die feministische Sache zu erreichen. Das wiederum steht parallel zu Woolfs Erzählerin, die den Kiesweg nehmen musste, weil sie den Rasen nicht betreten darf, und so trotz allem ans Ziel kam

Kira Kramer, faz.net, 23.09.2026 (online)

Onlinefilm.org

Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)