Zitiert: Erlöse der Medienhäuser durch KI geringer als erwartet

79 Prozent der Medienhäuser verfügen mittlerweile über eine Strategie für die Nutzung Künstlicher Intelligenz. Doch die Einsparungen, Nutzerbindung und Erlöse bleiben laut dem KI-Reifegrad-Report hinter den Erwartungen zurück. […]

Der Anteil der Medienhäuser mit KI-Strategie stieg laut dem Report binnen eines Jahres um 19 Prozentpunkte auf 79 Prozent. Doch 49 Prozent der Befragten nennen Infrastruktur und Integration als Hürden bei der technischen Umsetzung. In fast allen anderen Bereichen klaffen Erwartungen und Ergebnisse auseinander. 92 Prozent erwarten schnellere Prozesse, verbesserte Workflows und Entlastung der Mitarbeitenden. 80 Prozent haben entsprechende Effekte festgestellt. Kosteneinsparungen erwarten 63 Prozent, messen konnten sie bislang nur 20 Prozent.

Bei neuen Formaten und Erlösmodellen stehen einer Erwartung von 62 Prozent lediglich 31 Prozent Ergebnisse gegenüber. Höhere inhaltliche Qualität erhoffen sich 60 Prozent, nachweislich erfasst haben sie nur 32 Prozent. Gesunken sind nach Angaben des BDZV die Hoffnungen auf mehr Reichweite durch KI. Dies dürfte mit den automatischen KI-Übersichten in Suchmaschinen zusammenhängen. 38 Prozent der Befragten gaben an, dass die Reichweiten deutlich zurückgegangen seien, 37 Prozent sehen keine signifikante Veränderung, 25 Prozent können diese Entwicklung aktuell nicht belastbar bewerten.

epd medien, 13.10.2026 (online)