Zitiert: Warum Parteien die Gremien dominieren

Allerdings dominieren die Parteien die Gremien auch deshalb, weil ihnen dies niemand streitig macht. Ein schwarzer und ein roter Freundeskreis im ZDF-Fernsehrat (die der ZDF-Staatsvertrag nicht vorsieht) steht nicht nur für zwei parteipolitische Steuerungsgruppen. Sie erleichtern auch Entscheidungen eines Gremiums, das mit 60 Mitgliedern unangemessen groß geraten ist. Und natürlich kann man den Parteien nicht vorwerfen, dass sie in Machtfragen über eine große Routine verfügen. Das ändert freilich nichts daran, dass es eine gesellschaftliche Kontrolle des Rundfunks nur auf dem Papier gibt.

Norbert Schneider, epd.de, 22.03.2024 (online)

Zitiert: Wie belastbar sind Onlineumfragen?

Während Telefonumfragen auf reine Zufallsstichproben setzten, erreichten Onlineerhebungen nur Personen, die eine gesteigerte Bereitschaft zur Teilnahme aufwiesen. Onlinedemoskopen argumentierten stets, die nachträgliche Gewichtung ihrer Daten sei ein Garant für Repräsentativität; so könne sichergestellt werden, dass Merkmale wie Geschlecht, Alter und Bildung in…

Zitiert: Journalisten haben nicht den Auftrag, die AfD zu bekämpfen

Ein subjektiver Journalismus hat durchaus seine Berechtigung, oft packt er die Hörerinnen und Hörer mehr als die kühle Analyse. Aber eine Agenda ist dem Publikum suspekt. Der politische Journalismus sollte sich gerade jetzt auf seine Kernaufgabe besinnen, zu berichten und eine Sache…