Sächsische Staatskanzlei: Warum die Novellierung des MDR-Staatsvertrags nicht gescheitert ist

Der sächsische Landtagsabgeordnete Falk Neubert hatte nachgefragt, warum die Verhandlungen zum MDR-Staatsvertrag gescheitert sind (Berichterstattung dazu hier), und Dr. Fritz Jaeckel hat für die Sächsische Staatskanzlei  am 27. Mai geantwortet (DS 6/1540): „Es kann hier nicht von einem Scheitern gesprochen werden. Alle Beteiligten haben sich für eine Fortsetzung der Verhandlungen zur Novellierung des MDR-Staatsvertrages ausgesprochen.“

Und: „Der von den Vertretern der beteiligten Staatsregierungen ausgehandelte Staatsvertragsentwurf war absehbar nicht in allen Landtagen der MDR-Staatsvertragsländer sicher mehrheitsfähig.“

 

 

 

Verlage im Widerspruch

„Das Geschäftsmodell der Verlage besteht darin, Anzeigen zu verkaufen. Weil es im Internet allerdings unendlich viel Platz gibt, der mit Anzeigen gepflastert werden könnte, fallen die Preise ins Bodenlose. Damit sich diese Anzeigen trotzdem rechnen, produzieren die Medienhäuser so viele Inhalte wie möglich, um so viele Anzeigen wie möglich schalten zu können, wodurch sie aber nur noch mehr Platz schaffen und so wiederum zum Preisverfall beitragen“, schreibt Felix Stephan auf Zeitonline. Doch auch wenn es logisch klingt, ist die Realität anders. Auch schon zu Seiten, als nicht viele Anzeigen im Netz standen, waren die Preise gering. Es war eben fraglich, wenn man damit erreicht. Allerdings ändert sich dies dann, wenn man über Nutzerdaten verfügt und diese gezielt nutzt. Weiterlesen Verlage im Widerspruch

WDR soll 2,7 Millionen Euro Ausfall-Honorar für Gottschalk erklären

meldete Spon.

 

„Geheime ARD-Verträge: Millionen fürs Däumchendrehen“ (sueddeutsche.de)

 

„Nachdem „Gottschalk Live“ schon im Juni 2012 eingestellt worden sei, habe der Moderator zusätzlich mehr als 2,2 Millionen Euro erhalten.“ (Hamburger Abendblatt) Weiterlesen WDR soll 2,7 Millionen Euro Ausfall-Honorar für Gottschalk erklären

Wie Christoph Keese den „Journalismus für eine Politelite“ von Politico zum Lokaljournalismus umdefiniert

„Was ist digitaler Lokaljournalismus? Wie unterscheidet er sich von Lokaljournalismus? Wir sollten die Idee der Zeitung vom Medium Papier emanzipieren. Das Prinzip für guten Journalismus ist immer gleich: exzellente Inhalte zu bieten, und zwar solche, die die Leser wirklich haben wollen. „Politico“ (ein amerikanisches Politikmagazin; d. Red.) zum Beispiel ist Lokaljournalismus. Gleiches machen wir jetzt gemeinsam mit Politico in Brüssel – auch das ist wieder ein Lokalmedium mit ähnlich hohem Preis. Warum bezahlen die Leser das? Weil es ihnen diesen Preis wert ist.“ So Christoph Keese gegenüber dem Kölner Stadtanzeiger (online, 21.05.2015) .

Da hätte der fragende Journalist Michael Greuel nachhaken müssen. Dass Politico keinen Lokaljournalismus im eigentlichen Sinn macht, ist jedem klar, der sich einmal die Homepage ansieht. Doch so bleibt diese Behauptung einfach stehen. Auch eine Nachfrage nach den Abonnenten hätte einiges klarer gemacht. Denn wer ist schon bereit, 7.500 Dollar im Jahr für Lokaljournalismus zu bezahlen. Weiterlesen Wie Christoph Keese den „Journalismus für eine Politelite“ von Politico zum Lokaljournalismus umdefiniert