Zitiert: Warum man SZ liest

Der eine Teil des Publikums (siehe oben) liest die SZ nicht wegen einzelner Geschichten oder Kommentaren. Er kauft die Zeitung als Ganzes, als Wesen. Der andere Teil dagegen entdeckt die Zeitung über einzelne Artikel, Themen und/oder Beiträge. Wenn es gut geht, identifizieren möglichst viele dann das Ganze hinter dem Einzelnen. Und wenn es besonders gut geht, wollen diese Nutzer, die zu Lesern werden, als Folge der Kette Wahrnehmung – Aufmerksamkeit – Interesse – Zuordnung nicht mehr nur Einzelnes nutzen, sondern das Ganze.

Kurt Kister, sueddeutsche.de, 6.10.2022 (online)

Zitiert: Paid Content bei Zeitonline

Einfache Meldungen schließen wir nie ab. Ansonsten: Gefühlssache. Und wir experimentieren ständig. Das Live-Management der Website ist deshalb entscheidend. Wenn die Dirigenten sehen, dass eine Geschichte viel besser funktioniert, als sie dachten, und sie noch offen ist, probieren wir einfach mal aus, was passiert, wenn wir sie schließen.

Jochen Wegner, kress.de, 25.5.2022 (online)

Zitiert: Gute Filme werden nicht durch Algorithmen gemacht

Man könnte sagen: Es wird mehr produziert, aber die Dichte der Meisterwerke hat mit der Fluktuation unter den Programmchefs schwer abgenommen. …

Gute Sender (wie auch gute Filme, Verlagsprogramme und Zeitungen) werden nicht von Algorithmen gemacht, die richten sie vielmehr mittelfristig zugrunde. Die richtigen  Entscheidungen treffen Menschen mit Maßstäben – und zwar ihren eigenen.

Susan Vahabzadeh, sueddeutsche.de, 31.01.2022 (online)

Zitiert: Zeitungsgründer Imre Békessy – der Pionier des „Revolverjournalismus“

Vor rund 100 Jahren führte Imre Békessy in Österreich einen gut gemachten Boulevardjournalismus ein – freilich kombiniert mit Methoden der Erpressung und Bestechung. … Es war der Beginn einer Serie von großen Polemiken des großen Polemikers, Satirikers, Moralisten Karl Kraus. Ziel war…

Zitiert: Zentralredaktionen als ein Gewinn für die Qualität?

Die Bildung von Zentralredaktionen ist ein Gewinn für die Qualität. Viele Zeitungen, die sich aus finanziellen Gründen keine großen Redaktionen mehr leisten konnten, haben durch den Aufbau von Zentralredaktionen ihre journalistische Qualität halten und sogar ausbauen können. Toll sind auch die Rechercheverbünde, in denen öffentlich-rechtliche Medien und Zeitungen zusammenarbeiten. Denken Sie an die großen Skandale, die dadurch aufgedeckt wurden. Das kann keiner allein.

Ernst Elitz, medienkorrespondenz.de, 24.07.2021 (online)