„Der Streit um die Einspeisung der öffentlich-rechtlichen Programme ins Kabelnetz eskaliert. ARD und ZDF haben die Verträge mit den drei großen Kabelnetz-Betreibern gekündigt.“ So berichtet das Handelsblatt. „Ein Kompromiss mit den Kabelkonzernen ist derzeit nicht vorstellbar. Wir wollen kein Geld mehr für die Verbreitung unserer Kanäle zahlen“, sagt MDR-Intendantin Karola Wille in einem weiteren Artikel des Handelsblatts.
War es Absicht von Hans-Peter Siebenhaar? Wählte er die Überschrift bewusst so, um dafür zu sorgen, dass das Handelsblatt von vielen anderen Zeitungen – möglichst mehrmals – zitiert wird. Schließlich ist er Medienjournalist. Ihm war mit Sicherheit klar, dass die Überschrift „MDR plant Jugendkanal“ weder die Realität beschreibt, noch aus den Zitaten von MDR-Intendantin Karola Wille abzuleiten ist. Zudem wurde der Jugendkanal in den letzten Jahren nicht nur vom BR und dem SWR unterstützt.
In letzter Zeit diskutiert die Politik darüber, die „Zahl der Digitalkanäle“ bei ARD und ZDF zu reduzieren. Abgesehen davon, dass es schwierig wird, dies zu begründen, müsste man sich auch in der Begriffswahl anpassen. Denn ARD und ZDF haben jetzt nicht mehr nur sechs reine Digitalkanäle sondern 22. Schließlich werden alle Fernsehprogramme seit dem 30. April nur noch digital ausgestrahlt.
Über den Wechsel von der gerätebezogenen Rundfunkgebühr zum, Rundfunkbeitrag wurde immer wieder diskutiert. Unklar war bisher, wie die GEZ (Gebühreneinzugszentrale) in Zukunft heißen wird. In einem Entwurf zum entsprechenden Staatsvertrag gab es vor zwei Jahren einen Hinweis. Da wollte man die GEZ in „Rundfunkservicezentrale“umbenennen.
„Monatelang saßen sie zu Gesprächen zusammen, jetzt gibt es erstmal Sendepause: Der Internet-Streit zwischen Zeitungsverlegern und den öffentlich-rechtlichen Anstalten geht in eine neue Runde“, meldet die Frankfurter Rundschau.