In letzter Zeit diskutiert die Politik darüber, die „Zahl der Digitalkanäle“ bei ARD und ZDF zu reduzieren. Abgesehen davon, dass es schwierig wird, dies zu begründen, müsste man sich auch in der Begriffswahl anpassen. Denn ARD und ZDF haben jetzt nicht mehr nur sechs reine Digitalkanäle sondern 22. Schließlich werden alle Fernsehprogramme seit dem 30. April nur noch digital ausgestrahlt.
Über den Wechsel von der gerätebezogenen Rundfunkgebühr zum, Rundfunkbeitrag wurde immer wieder diskutiert. Unklar war bisher, wie die GEZ (Gebühreneinzugszentrale) in Zukunft heißen wird. In einem Entwurf zum entsprechenden Staatsvertrag gab es vor zwei Jahren einen Hinweis. Da wollte man die GEZ in „Rundfunkservicezentrale“umbenennen.
„Monatelang saßen sie zu Gesprächen zusammen, jetzt gibt es erstmal Sendepause: Der Internet-Streit zwischen Zeitungsverlegern und den öffentlich-rechtlichen Anstalten geht in eine neue Runde“, meldet die Frankfurter Rundschau.
Norbert Lammert führte einer Feier zum 60-jährigen Bestehen des Berliner Presse Clubs aus, dass ARD und ZDF 22 Stunden in der Woche, also mehr 1000 Stunden im Jahr, Talk senden. Für Bundestagsdebatten bleiben 28 Stunden – im Jahr.
Am Freitag veranstaltete die CDU/CSU-Bundestagsfraktion ihren traditionellen Filmempfang. Schauspielerin Iris Berben, welche als Präsidentin der Deutschen Filmakademie vorsitzt, rief Merkel zur Unterstützung auf und forderte eine schnelle Lösung im Urheberrecht. „Ohne Urheberschutz bleibt im Kino das Licht aus. Helfen Sie uns, Frau Bundeskanzlerin, dass es dazu nicht kommt“, sagte Berben. Nun, der deutsche Kinofilm wird im Durchschnitt zu 70% gefördert. Über 50% der Produktionsetats werden durch die Filmfördereinrichtungen gezahlt. Hinzu kommen die mittel von ARD bzw. ZDF, die noch einmal fast 20% ausmachen. Der deutsche Film ist also hoch subventioniert.