„Autorinnen und Regisseure von Dokumentarfilmen werden miserabel bezahlt, in der Vergütungsskala der Medienbranche rangieren sie am unteren Ende. Die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm/AG DOK hat diese Geringschätzung dokumentarischer Arbeit schon oft beklagt – jetzt kann der Verband seine Kritik erstmals auch mit eindrucksvollen Zahlen untermauern, denn in einer sehr detaillierten Befragung hat ein repräsentativer Querschnitt von Autoren und Regisseuren in den letzten Monaten Auskunft über seine Arbeits- und Einkommensverhältnisse gegeben. Mit ernüchterndem Ergebnis: das durchschnittliche Netto-Einkommen von Dokumentarfilmregisseuren liegt bei 1380 Euro im Monat – rund 18 Prozent der Befragten bleiben sogar unter 636 Euro.
Im Medienbulletin 10.2012 (S. 18) wird von einem Branchentreffen zum deutschen Animationsfilm am Rande des Cartoon Forums in Toulouse berichtet. Das Treffen war eine gemeinsame Veranstaltung der deutschen Länderförderungen und der Animationsbranche unter Federführung des FFF Bayern.
„Vor dem Hintergrund der deutlich schlechteren Wettbewerbsbedingungen im Vergleich zu den europäischen Nachbarn hat man sich für ein zukünftig höheres Produktionsvolumen ausgesprochen, das mit anderen europäischen Märkten mithalten kann. Nur so kann ein diversifiziertes Angebot, das für Qualität und internationale Wettbewerbsfähigkeit steht, erreicht werden.
Dieser Frage geht Oliver Reinhard in der Sächsischen Zeitung vom 13. Oktober nach und stellt fest: „Tatsächlich sind sie nette, hochgejubelte Nachahmer.“ An keiner ihrer derzeit vier TV-Shows (drei TV-Shows auf Pro Sieben, eine auf ZDF Neo) sei viel Neues dran. Vieles sei nur abgekupfert. Diese Behauptung untersetzt er jeweils konkret.
Die Produzentenallianz erklärte am 4. Oktober: „Nach der Vereinbarung zu fiktionalen Produktionen haben sich das Zweite Deutsche Fernsehen und die Allianz Deutscher Produzenten – Film & Fernsehen jetzt auch über die vertraglichen Eckpunkte der Produktion von Dokumentationen geeinigt. …
“Man kann ja an der Geschichte des 20. Jahrhunderts sehen, dass an den wirklichen Wendepunkten der Geschichte das Verhalten oder auch Fehlverhalten von Menschen eine entscheidende Rolle gespielt hat.” So Guido Knopp im Interview mit dem Radio1-Medienmagazin.