Zitiert: ARD, ZDF und Deutschlandradio sollen Vielzahl reduzieren

Erstens muss der öffentlich-rechtliche Rundfunk interaktiver arbeiten und als wichtiges Momentum in der Demokratie den gesellschaftlichen Diskurs anreichern. Damit soll der Auftrag qualitativ gestärkt werden. Zweitens wollen wir den Auftrag quantitativ begrenzen. Dazu gehört beispielsweise die Zahl der Hörfunkwellen. Die Rundfunkkommission ist der Auffassung, dass hier eine deutliche Reduzierung möglich ist. Wir sehen die Notwendigkeit, lineare Spartenprogramme ins Netz zu überführen. Auch die Überzahl an Portalen, Apps, Blogs und Podcasts ist nicht zu rechtfertigen.

Heike Raab, MDR Altpapier, 24.06.2024 (online)

Zitiert: Vielzahl als Luxusproblem des Streaming-Zeitalters

Es ist zweifellos ein großes Privileg, vom heimischen Sofa jederzeit aus einem schier unerschöpflichen Fundus an Bewegtbildinhalten wählen zu können, um den wir uns noch vor zwei Jahrzehnten massiv beneidet hätten. Gleichzeitig hat die Möglichkeit, permanent Programmchefin bzw. Programmchef sein zu sollen, aber auch dafür gesorgt, ausgerechnet einem Lean-Back-Medium wie dem Fernsehen – Bedienungsanleitung: einschalten, zurücklehnen, unterhalten lassen – eine lästige Lean-Forward-Pflicht vorzuschalten. Denn wer streamen will, muss sich vorher entschlossen haben: was denn eigentlich.

Peer Schrader, dwdl.de, 3.4.2022 (online)