Klick-Tipp: Wie KI-Suche die Vielfalt im Netz bedroht

Seit Mai 2025 bietet Google bei vielen Suchanfragen eine KI-Zusammenfassung an. Für die Nutzenden hat das einen Vorteil: Statt durch Linklisten zu klicken, bekommt man sofort eine ausformulierte Antwort. Doch diese Veränderung hebelt Teile der Internet-Ökonomie aus und könnte letztlich zum Problem für die Meinungsvielfalt werden.

Sebastian Hilt, MDR Medien 360g, 16.01.2026 (online)

Zitiert: Gefährliche Abwärtsspirale im Journalismus

Journalismus kann psychisch sehr herausfordernd sein. Das belegen mehrere Studien, die in jüngster Zeit veröffentlicht wurden. Zu dem beruflichen Stress durch Deadlines, Bespielung unterschiedlicher Ausspielwege und Personalabbau in den Redaktionen kommen öffentliche Beleidigungen und Diffamierungen in sozialen Netzwerken. Die Medienwissenschaftlerin und Journalistin…

Zitiert: Perspektivenvielfalt erhöhen, indem mehr Menschen aus der Gesellschaft ungefiltert zu Wort kommen

Das lässt sich so allgemein gar nicht sagen. Der Lokaljournalismus bricht weg. Die Printmedien haben große Sorgen, mit ihrem Werbeerlös-Modell klarzukommen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist seit Jahren in einem Erklärungsmodus, warum der Rundfunkbeitrag erhöht werden muss. Die allgemeine Einschätzung ist, dass er…

Zitiert: Der Meinungskorridor ist tatsächlich enger geworden

Aber meine Lösung sieht nicht so aus, dass man ihn wieder erweitern sollte. Sondern man sollte die Perspektivenvielfalt erhöhen, indem mehr Menschen aus der Gesellschaft ungefiltert zu Wort kommen. Ich möchte kein linkes Politmagazin sehen und auch kein rechtes. Sondern knallharte Recherchen. Ich möchte politische Einschätzungen, die nicht getragen sind von einer Ideologie. Sich zu positionieren in einem politischen Spektrum, halte ich für nicht mehr zeitgemäß. Auf dieser Basis könnte der öffentlich-rechtliche Rundfunk mehr Vertrauen schaffen.

Jörg Wagner, sueddeutsche.de, 26.12.2025 (online)

Zitiert: Wir definieren heute vorher, wo und wie ein Programm reüssieren soll

In der Mediathek müssen wir die Frage des Erfolgs viel differenzierter darstellen. Wir definieren heute vorher, wo und wie ein Programm reüssieren soll. Ich kann an eine Serie wie „Mozart/Mozart“, die im Dezember startet, an „Asbest“ oder „Schwarzes Gold“ nicht die gleichen…