Zitiert: Daten für den Erfolg der Verlage übersehen

Das Einzige, wovor Verlage wirklich gerettet werden müssen, ist die allgegenwärtige Lust am Untergangs-Narrativ! Daten, die den Erfolg von Verlagen belegen, werden dabei so gerne übersehen, als wären sie gar nicht existent. Mein Lieblingsbeispiel sind die Programmzeitschriften. Man hört oft: „Die kauft…

Zitiert: Verleger fordern Regelungen zu Presseähnlichkeit im Reformmedienstaatsvertrag

Seit Mai 2019 ist der 22. Rundfunkänderungsstaatsvertrag in Kraft, der regelt, dass öffentlich-rechtliche Angebote nicht der Presse Konkurrenz machen dürfen. Doch immer wieder hört man von den Verlegern, dass presseähnliche Inhalte nicht abgenommen haben, sondern regelrecht ausufern. Auch die Schlichtungsstelle hat sich…

Zitiert: Die Sprachen der Verleger

Ich musste als Verleger sehr viele Sprachen lernen. Die Sprache der Ökonomie, der Buchhaltung, die Sprache des Verkaufs, der Verträge, schließlich die Sprache der Reden. Ich habe ja unzählige Reden halten müssen. […] Es gab solche Anwandlungen, aber offensichtlich waren sie nicht so stark. Ich habe die Verlagsarbeit immer als Privileg empfunden und ich habe bis zum Schluss auch redigiert.

Michael Krüger, sueddeutsche.de, 07.12.2023 (online)

Zitiert: Keine Fördermittel für lokale Monopole

Wir haben heute gerade in der Fläche bestenfalls lokaljournalistische Monopolanbieter. Wenn der Staat Mittel gibt, dann bitte nicht für Verfestigung dieses Zustandes, sondern für mehr publizistische Vielfalt. Das ist heute möglich, weil die Marktzutrittskosten so gering sind. Was vor allem fehlt: Unternehmerische Journalisten. Die aus- und weiterzubilden ist mein Vorschlag. Das würde auch den Lokalverlagen zugute kommen, wenn sie diesen Typus fördern und für sich gewinnen.

Sebastian Turner, kress.de, 06.12.2023 (online)

Zitiert: Haben Verlage denn früher ihr Geld vorrangig mit Journalismus verdient?

Die Antwort ist nein: Bis in die 1990er Jahre wurden die deutschen Tageszeitungen zu rund 60 Prozent aus Anzeigenerlösen finanziert. Schon einer der Gründerväter meines Faches, Karl Bücher, schrieb um 1912, dass die Verlage eigentlich nicht im Nachrichtengeschäft tätig seien, sondern genau…