Zitiert: Gehalts- wird zur Gretchenfrage

Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk, dessen Spitzenpersonal stets mit seiner demokratiestützenden Funktion argumentiert, wird die Gehalts- nun zur Gretchenfrage. In unserer Gesellschaft gilt es als sozialer Abstieg, auf Geld zu verzichten, weil es auch sonst niemand tut (schon gar nicht Berufspolitiker) – und die meisten Menschen vor allem darauf schauen, was „die anderen“ tun.

Dass es auch Statuspunkte bringen kann, vor allem dann Abstriche zu machen, wenn die Gesellschaft den eigenen Job finanziert, scheint noch nicht konsensfähig zu sein. Es würde der Glaubwürdigkeit des beitragsfinanzierten Rundfunks guttun, wenn sich das ändert.

Christian Meier, welt.de, 23.06.2023 (online)

Zitiert: Wie Drehbuchautorinnen und -autoren enteignet werden

Generell sichern sich die Sender mit Buy-out-Verträgen fast sämtliche Rechte an unseren Stoffen. Öffentlich-rechtliche Serienfolgen und Filme werden seit Jahren über verschiedenste Kanäle auch auf Streamingportalen wie Amazon, Apple+ oder Magenta ausgespielt, in den Mediatheken sind unsere Werke ebenfalls abrufbar, ohne dass…

Zitiert: Warum sollen Intendanten für ihre Funktion zusätzlich vergütet werden?

Das NDR-Rechercheteam führt Nebenverdienste aus Aufsichtsratsposten der Sender-Spitzen von ARD und ZDF auf. NDR-Intendant Joachim Knuth hat mit 23.400 Euro pro Jahr den höchsten Zuverdienst. ZDF-Intendant Norbert Himmler darf maximal 25.000 Euro pro Jahr hinzuverdienen, den aktuellen Betrag nennt der Sender nicht.…

Zitiert: Tom Buhrow zahlt Geld an die Rundfunkbeitragszahler zurück

Ich habe gleich zu Beginn eine Einkommenskürzung vorgenommen. Alle meine Vorgänger konnten rechtlich und vertraglich alle Einnahmen, auch Tantiemen für die Aufsichtsräte in den Tochtergesellschaften behalten. Das summiert sich auf Etliches. Ich überweise jedes Jahr einen hohen fünfstelligen Betrag an den WDR zurück, weil ich meinem erstem Vertrag so zugestimmt habe, dass das gedeckelt ist, auf das was bei NRW-Kommunalbeamten üblich ist. Ich überweise jedes Jahr in mehreren Tranchen, das wird in diesem Monat ein hoher fünfstelliger Betrag sein, an den WDR und damit an die Beitragszahlerinnen und -zahler zurück.

Tom Buhrow, planet-interview.de, 21.9.2022 (online)

Zitiert: ARD-Vorsitzender und Bundeskanzler in 2023 beim Gehalt gleichauf

Übrigens liegt das Gehalt des künftigen Vorsitzenden Gniffke mit 361.000 Euro im Jahr klar über dem der jungen Kollegin, doch deutlich unter dem seines Vorgängers Buhrow (413.000 Euro) und exakt auf Augenhöhe mit dem seines Parteifreundes, Bundeskanzler Scholz (362.000 Euro). Ab 2023 gibt’s, rein rechnerisch, fast gleich viel Lohn fürs Lenken der BRD und das der ARD – ein Schritt in die richtige Richtung?

Christian Bartels, MDR Altpapier, 19.9.2022 (online)