Zitiert: Vielzahl als Luxusproblem des Streaming-Zeitalters

Es ist zweifellos ein großes Privileg, vom heimischen Sofa jederzeit aus einem schier unerschöpflichen Fundus an Bewegtbildinhalten wählen zu können, um den wir uns noch vor zwei Jahrzehnten massiv beneidet hätten. Gleichzeitig hat die Möglichkeit, permanent Programmchefin bzw. Programmchef sein zu sollen, aber auch dafür gesorgt, ausgerechnet einem Lean-Back-Medium wie dem Fernsehen – Bedienungsanleitung: einschalten, zurücklehnen, unterhalten lassen – eine lästige Lean-Forward-Pflicht vorzuschalten. Denn wer streamen will, muss sich vorher entschlossen haben: was denn eigentlich.

Peer Schrader, dwdl.de, 3.4.2022 (online)

Meist gestreamte Sendung im Februar 2022 hat weniger als 1 Million Abrufe

Die meist gestreamte Sendung der deutschen TV-Sender war im Februar eine Folge von „Der Bergdoktor“ im ZDF. Die Sendung, die am 17. Februar ausgestrahlt wurde, erreichte eine Streaming-Only-Nettoreichweite von 0,980 Millionen. …

Auch auf den nachfolgenden Plätzen 2 und 3 erzielte das ZDF mit der ersten Folge von „Muttertag – Ein Taunuskrimi“ und 0,962 Millionen sowie einer weiteren Folge von „Der Bergdoktor“ die höchsten Streaming-Only-Nettoreichweiten. Auf sieben Platzierungen kam das Zweite Deutsche Fernsehen damit insgesamt. Die „Heute-Show“ lag dabei nur auf Platz 18 mit einer gestreamten Nettoreichweite von 0,619 Millionen.

meedia.de, 17.3.2022 (online)

Zitiert: Neuer HR-Intendant ist neidisch auf Netflix-Nutzerdaten

Die ARD hinkt aus Sicht des bisherigen Mediathek-Verantwortlichen Florian Hager dem US-Streamingriesen Netflix bei Nutzerdaten hinterher. In Zukunft sei neben dem Inhalt der Kontext mindestens genauso wertvoll, „weil wir ohne diesen und ohne die entsprechenden Daten die Kundenbeziehung nicht langfristig aufbauen können“,…

Zitiert: Beruht das Geschäftsmodell der Streamer auf einem Schneeballsystem?

Nach Debatten um Rassismus und Sexismus kommt nun die ökonomische Krise des Hollywood-Kinos. Die Studiobosse glauben, dass Streaming ihre Rettung sei. Womöglich ist es aber ihr Ende. Es geht dabei also offensichtlich nicht darum, eine Nachfrage zu bedienen. Es geht darum, dass…

Christine Strobl: Wie viele die ARD im linearen TV nicht mehr erreicht

Zur Wahrheit gehört nämlich, dass wir viele Zuschauerinnen und Zuschauer unter 50 gar nicht mehr erreichen. Diesen Menschen wollen wir ein Angebot machen, das wir fürs klassische Fernsehen so nicht beauftragt hätten. (dwdl.de, 02.12.2021, online) Die Wochenreichweite der ARD-Fernsehprogramme (inlusive der Kooperationsprogramme)…