Die Neurologin Molly Crockett erläutert in der Zeitschrift „Nature“, was einer Gesellschaft, in der eine Milliarde Menschen täglich soziale Medien nutzen, droht, wenn Gefühle unkontrolliert digital gesteuert werden. Sie belegt einmal mehr, dass das Bild des unbeteiligten Verteilkanals, das Plattformmedien wie Twitter & Co. gerne von sich zeichnen, nicht zutrifft. Denn diese Medien schöpfen ihren Profit aus hoher Aufmerksamkeit und Verweilzeit der Nutzer. Und beides lässt sich besonders gut durch Gefühle wie Wut und Ärger erzielen. Die Algorithmen sind entsprechend konstruiert: Sie sorgen dafür, dass Ungeheuerliches vom noch Ungeheuerlicheren abgelöst wird – in immer höherer Schlagzahl. Weiterlesen Zitiert: Soziale Netzwerke – Wasser oder Benzin?
Zitiert: Journalismus, Partizipation, Publikum und Pluralismus – zum Verhältnis zwischen Journalismus und sozialen Online‑Netzwerken
Es geht vordergründig darum, zu klären, ob die Redaktionen zur Normalisierung der Realität der sozialen Online-Netzwerke und damit zur Steigerung der Subjektivitäten beitragen oder ihr entgegenwirken möchten. Das Nutzen-Kosten-Kalkül sollte dabei viel früher bedacht werden, lange bevor sich eine Redaktion ein Social-Media-Profil…
