Zitiert: Sinnvolle Presseförderung

Manuel Puppis hat für eine Studie im Auftrag der Schweizer Regierung zuletzt mehrere europäische Fördersysteme verglichen. „Man muss das pragmatisch sehen“, sagt der Medienwissenschaftler. „Die Medienkrise lässt sich damit nicht aufhalten. Aber gerade in kleineren Märkten hat es lange geholfen, eine gewisse Vielfalt zu erhalten. Jetzt trägt es eben zum Überleben derjenigen bei, die noch da sind.“ Besserer Journalismus entstehe aber nach bisherigen Erkenntnissen auf diese Weise nicht.

Alexander Graf, taz.de, 09.08,2020 (online)

Presseförderung. Beispiele aus Europa

Der in der NZZ gegebene Überblick verdeutlicht, dass es in Europa an Möglichkeiten zur direkten Presseförderung wahrlich nicht mangelt. Angesichts des wachsenden Stellenwerts des Internets scheint eine Produktionsförderung weitaus zukunftsgerichteter als eine Vertriebsförderung. Damit können neben Zeitungen auch neue journalistische Online-Angebote unterstützt werden, die in ihren Regionen zu einer neuen Medienvielfalt beitragen. Aber auch die Unterstützung von Projekten (beispielsweise für die Transformation bestehender Medien) kann helfen, die Medienkrise zu bewältigen.

 

 

Dokumentiert: Presseförderung außerhalb Deutschlands

René Martens schrieb im FREITAG (13/2013): „Das Reich des Bösen fängt für die Kritiker gleich hinter der Grenze an: In Dänemark, wo 5,5 Million Menschen leben, gibt der Staat zirka 54 Millionen Euro pro Jahr für direkte Presseförderung aus. Das Nachbarland Schweden subventioniert mit 65 Millionen etwa sogenannte Zweitzeitungen, um die Macht von Marktführern in bestimmten Regionen einzudämmen. Und in der Schweiz erleichtern reduzierte Posttarife Kaufzeitungen den Kampf mit den Gratistiteln.

 

Weiterlesen Dokumentiert: Presseförderung außerhalb Deutschlands