Zitiert: Einigermaßen gendergerechte Dailys

Was einigermaßen gendergerecht ist, sind die Dailies. Da ist man gezwungen, divers zu erzählen, sonst gehen die Stoffe aus. Bei Gute Zeiten, schlechte Zeiten gibt es 20 Hauptfiguren, davon ist die Hälfte weiblich. Auch die Teams hinter der Kamera sind hier sehr gut aufgestellt. …. Die Dailies sind weiter, als die meisten denken. Aber von den 25 Prozent, die Menschen mit Migrationshintergrund an der Gesamtbevölkerung ausmachen, sind wir auch hier noch weit entfernt.

Joachim Kosack, sueddeutsche.de, 25.11.2020 (online)

Zitiert: Medien und Migration: Mehr Berichte – mehr Sorgen

Je mehr Medien über Migrationsthemen berichten, desto größer werden die Sorgen in der Bevölkerung. Untersucht wurden dazu im Zeitraum von 2009 bis 2014 insgesamt 363.408 entsprechende Medienberichte von TV-Nachrichtensendungen wie den Tagesthemen und dem heute journal, TV-Magazinen wie Frontal 21 sowie Radionachrichten…

Zitiert: Bundesdeutsche Medienelite ist vor allem männlich, westdeutsch – und exklusiv

Wenn man den Begriff sehr eng hält, gehören zur Elite die Herausgeber und die Chefredakteure der großen Printmedien. Und die Intendanten, Chefredakteure und Programmdirektoren von Rundfunk und Fernsehen. Selbst wenn man noch andere hohe Führungskräfte hinzunimmt, ist das ein sehr überschaubarer Kreis…

Fast alle Medien blenden aus, dass es seit Monaten einen partei- und länderübergreifenden Konsens im Europaparlament zum Migrationsstreit gibt

Es wird immer wieder dargestellt, dass Angela Merkel eine europäische Lösung für die Migrations- und Flüchtlingsfragen schaffen will. Horst Seehofer konnte am Mittwochabend bei „Maischberger“ darstellen, dass er nur dann für eine nationale Lösung ist, wenn es keine europäische gibt. Dabei gibt es schon seit mehr als acht Monaten eine europäische Lösung, die u.a. der Vorsitzende der EVP-Fraktion und Seehofers Stellvertreter als CSU-Parteichef, Manfred Weber, mitträgt. Sandra Maischberger hätte Horst Seehofer fragen können, wie er zu dieser Position steht, warum er nicht will, dass dieser Konsens umgesetzt wird. Dass es diesen Konsens über sechs Parteien und eine zweidrittel Mehrheit im Europaparlament gibt, wird von den Medien nur selten dargestellt. Eigentlich müsste in jedem Beitrag, in dem es um die Suche nach einer europäischen Lösung geht, auf diesen Konsens hingewiesen werden. Und die bisher weitgehend ungestellte journalistische Frage ist, warum sich die Regierungen weigern, einen Kompromiss des Parlaments umzusetzen. Weiterlesen Fast alle Medien blenden aus, dass es seit Monaten einen partei- und länderübergreifenden Konsens im Europaparlament zum Migrationsstreit gibt

In der Kritik: Berichterstattung über Flüchtlinge

Das NDR-Medienmagazin berichtete am 22.4.: „Seitdem allein in der vergangenen Woche insgesamt offenbar mehr als tausend Menschen im Mittelmeer ertranken, sind die Bilder von Bootsflüchtlingen in den Medien wieder hoch im Kurs. Geschichten von Not, Vertreibung, von einer menschlichen Katastrophe bekommen ein…