Zitiert: Medien und Migration: Mehr Berichte – mehr Sorgen

Je mehr Medien über Migrationsthemen berichten, desto größer werden die Sorgen in der Bevölkerung. Untersucht wurden dazu im Zeitraum von 2009 bis 2014 insgesamt 363.408 entsprechende Medienberichte von TV-Nachrichtensendungen wie den Tagesthemen und dem heute journal, TV-Magazinen wie Frontal 21 sowie Radionachrichten und Zeitungsberichte. Zusätzlich nutzten die Wissenschaftler Befragungen von 35.200 Einzelpersonen in allen deutschen Bundesländern zu ihren Sorgen und verglichen diese mit dem Umfang der Medienberichterstattung zum selben Zeitpunkt. …

Anders als man meinen könnte, sorgen sich die Befragten aber weniger um die Konsequenzen der Einwanderung selbst, auch zunehmende Kriminalität oder Arbeitslosigkeit wurden nicht als primäre Befürchtungen genannt. Vielmehr werde eine zunehmende Fremdenfeindlichkeit in der Gesellschaft befürchtet, die das öffentliche Meinungsklima verschlechtern könnte.

Susan Jörges, sueddeutsche.de, 15.04.2019 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)