Zitiert: Öffentlich sichtbare Medienkritik zur Erfüllung des Verfassungsauftrags der Medien notwendig

Der Service Public, wie er national von der SRG und regional von privaten Radio- und Fernsehsendern übernommen wird, bildet einen Grundpfeiler des westlichen Journalismusverständnisses. Er beschreibt den in der Verfassung festgehaltenen Auftrag an die Massenmedien, die Bevölkerung sachgerecht zu informieren, zur Bildung,…

Zitiert: Wozu brauchen wir eigentlich Medienjournalismus

„Ich finde, das Besondere und Einzigartige von Medienkritik ist, dass sie einen sehr umfassenden Anspruch hat, einen ganzheitlichen Ansatz. Medienkritik umfasst eine große Palette von Themen: Das geht los mit einer politischen Ökonomie der Aufmerksamkeit, über Technikentwicklung und Organisationssoziologie bis hin zur Rezeptionsforschung und Filmästhetik. Dazu gehören Fragen wie: Wird Twitter von der Fußball-WM profitieren? Wie geht der WDR mit der Metoo-Debatte um? Gibt es eine Krise des Dokumentarfilms? Wie wird der nächste „Tatort“? Das ist eine große Bandbreite. Aber darin besteht der Reiz von Medienkritik und das ist der Grund, warum es Medienkritik als besonderes Ressort und besondere Spielart des Journalismus gibt. Ich sehe aber die Tendenz, dass der Medienjournalismus zerfällt in Ökonomie einerseits und feuilletonistische Kritik andererseits. Das eigentlich Spannende ist aber der Zusammenhang: Was hat die Ästhetik eines Medienprodukts mit der dahinter liegenden Ökonomie zu tun? … Weiterlesen Zitiert: Wozu brauchen wir eigentlich Medienjournalismus

Zitiert: Gibt es das überhaupt noch: Programmkritik?

Gelegentlich werden noch Fernsehproduktionen  in Zeitschriften, Feuilletons und auf den Medienseiten der Tageszeitungen rezensiert – die des Hörfunks dagegen nur noch äußerst selten. Was bedeutet Kritik im Zeitalter von Algorithmen-Empfehlungen, Hörspielblogs und Resonanzforen in sozialen Netzwerken überhaupt noch? Ist alles nur noch Meinung, like oder dislike? Oder braucht Kritik nicht doch Kriterien, will sie fundiert sein? Wie haben die sich möglicherweise verändert? Vor allem braucht Kritik Gespräch und Diskussion.

 

Symposium zur Medienkritik, 08.11.2017 (online)

Zitiert: Politik ist in der Medienberichterstattung fast ausschliesslich Parteipolitik

“Politik ist den von Parteien überwachten Sendern längst zur Parteipolitik geronnen. Nicht, was die Menschen bewegen mag – sondern: Was die Parteien an Themen forcieren, wird als Politik verkauft. Das ist der Motorschaden der Öffentlich-Rechtlichen; da hilft es wenig, spirituelle Debatten über die Lackierung des Fahrzeugs vorzuschieben.”

 

Friedrich Küppersbusch, taz, 7.2.2016 (online)