Zitiert: Das Geplapper von der „Spaltung der Gesellschaft“ erklärt gar nichts

Da ‚Gesellschaft‘ ein hochkompliziertes Gebilde ist, da sie eben keine ‚Gemeinschaft‘ ist, kein familiäres Konstrukt, sondern arbeitsteilig, kommunikativ verwirrend uneinheitlich, multikulturell und multischichtenartig strukturiert, ist die Rede von ihrer Spaltung antipolitisch. Wer von Spaltung der Gesellschaft spricht, will über Interessengegensätze, möchte über Macht nicht reden.

Jan Feddersen, taz.de, 14.11.2021 (online)

Zitiert: 32 Jahre nach dem Mauerfall dominieren Westdeutsche die Medienlandschaft

Ostdeutsche in Chefetagen von Verlagen und Redaktionen muss man dagegen mit der Lupe suchen … Der Fall der Berliner Mauer: Heute scheint das Fernsehkitsch, vor 32 Jahren hieß es Revolution. Menschen forderten Reise-, Meinungs- und Pressefreiheit; wollten lesen, sprechen und streiten dürfen.…

Zitiert: Mathias Döpfner enteignet Springer

Der Einzige, der je „Springer enteignet“ hat, ist Mathias Döpfner. Bisher 22 Prozent und die Stimmrechte von Friede Springer obendrauf. Enkeltrick oder: Dutschke, nimm dies! Und bei Bild geht’s zu, wie sich kleine Bild-Redakteure die Kommune1 immer zusammenfantasiert haben. An der Spitze all dessen vertritt Döpfner Auffassungen, die aus anderem Munde als extrem bis extremistisch gälten. Die Antwort: „Pressefreiheit existiert, ab 1 Mrd. € Privatvermögen“ ist unbefriedigend.

Friedrich Küpperbusch, taz.de, 24.10.2021 (online)

Zitiert: Die große Entscheidung des Verfassungsgerichts zur neuen Medienlandschaft steht noch aus

Es ist ja auch eine gewisse Bestätigung, wenn man sieht, dass die Nachfolger an der eigenen Linie festhalten. So ist es mir etwa mit der Rundfunkgebühren Entscheidung 1994 gegangen. Die folgenden Urteile sind ihr gefolgt. Das gilt auch für die jüngste Entscheidung…