Zitiert: Neun Jahre Haft für Recherche?

Drei Reporter*innen der italienischen Tageszeitung Domani müssen mit bis zu neun Jahren Gefängnis rechnen. Die Staatsanwaltschaft Perugia ermittelt gegen sie, weil sie vertrauliche Dokumente von einem Beamten angefordert und erhalten und das Geheimhaltungsprinzip der Ermittlungen verletzt haben sollen. Die dju-Bundesvorsitzende Tina Groll kritisierte, dass „hier investigative Berichterstattung über Mitglieder der italienischen Regierung unterdrückt werden soll.“

mmm.verdi.de, 23.04.2024 (online)

Zitiert: Der Korridor des Sagbaren wirkt verengt

Am Wochenende wurde auch ein „Palästinakongress“ in Berlin aufgelöst, zu dem neben BDS-Verdächtigen auch jüdische Initiatoren aufgerufen hatten. Einhergehend mit Betätigungs- und Einreiseverboten. Das ist schon ruppig und unterstreicht die Frage, ob auch Deutsche ohne Nazivergangenheit, eben Migranten, hier volle Meinungsfreiheit genießen. Der Korridor des Sagbaren wirkt verengt, bei Licht eher verschoben, wenn in der gleichen Woche ein als Faschist zu Bezeichnender im Fernsehen Welle machen darf.

Friedrich Küppersbusch, taz.de, 14.04.2024 (online)

Zitiert: Taliban gehen in Afghanistan erneut gegen Medien vor

Journalistenorganisation ein erneutes Vorgehen der herrschenden Taliban gegen Medienunternehmen. Die Islamisten hätten die Schließung von zwei privaten Fernsehsendern angeordnet, berichtete am Mittwoch der afghanische Journalistenverband AFJC. Die von den Taliban kontrollierte Nachrichtenagentur Bachtar begründete den Schritt mit „Verstößen gegen journalistische Prinzipien“ und „Vernachlässigung nationaler und islamischer Werte“.

Über eine eventuelle Wiedereröffnung der Sender entscheide ein Gericht, so die Taliban. Einer der beiden Sender, Barya TV, gehört dem berüchtigten „Warlord“ und ehemaligen Ministerpräsidenten Gulbuddin Hekmatjar.

APA, standard.at, 17.04.2024 (online)