Zitiert: Das Fernsehen ist tot, toter geht’s nicht

Und wenn man sich die Mediennutzung unter jungen Leuten anschaut, stimmt das. Die meisten haben keinen Fernseher mehr und kommen nicht auf die Idee, „Tatort“ oder „Tagesschau“ im linearen Programm zu sehen, sondern on demand.

Trotzdem glaube ich, dass die Linearität eine Zukunft hat. Es gibt Weltereignisse wie die Fußball-WM, die Trauerfeier der Queen oder die anstehende Landung auf dem Mars, die sich jeder im Live-Programm anschauen möchte. Warum? Linearität kann durch den Moment der Simultaneität ein verbindendes Element in unserer Gesellschaft schaffen, eine „Konnektivität“, die das diffuse Internet nicht zu leisten vermag.

Stephan Weichert, tagesspiegel.de, 21.12.2022 (online)

Zitiert: Das Lineare hochhalten, das Digitale ausbauen

Florian Hager: Es geht in erster Linie darum, unser vorhandenes Budget so einzusetzen, dass wir mit unseren Angeboten alle Menschen in Hessen erreichen. Es geht also auch um Generationengerechtigkeit. Und hier haben wir eine Aufgabe bei denjenigen, die Medien heute anders nutzen.…

Zitiert: Das Lineare und das Nonlineare sind wie zwei Tonregler

Ich sage im WDR immer, das Lineare und das Nonlineare sind wie zwei Tonregler. Die Frage ist nur, wie kriegen wir das so hin, dass man beides hören kann und beides auf seine Weise stark ist. Ob irgendwann das eine vor dem anderen steht, das werden die Nutzerinnen und Nutzer entscheiden. Aber ich muss mich früh genug auf den Weg machen, sonst verschlafe ich die Zukunft.

Tom Buhrow, epdmedien, 29/30-2021, S. 5

Zitiert: Linear erfolgreiches Programm in neue nonlineare Schläuche gießen

Aktuell besteht eine zentrale Strategie öffentlich-rechtlicher Mediatheken darin, mehr vom selben alten Wein, der sich in linear gemessenen Einschaltquoten bewährt hat, auch noch in neue, nonlineare Schläuchen zu gießen, lässt sich festhalten. Wobei in Archiven wie dem des ZDF ja wirklich guter alter Wein lagern dürfte, der es allerdings selten oder niemals mehr auf die „Kacheln“ der „Stage“ schafft.

Christian Bartels, MDR Altpapier, 12.10.2021 (online)