Zitiert: Das Bild von Kriminalität und Migration in deutschen Medien

Deutsche Leitmedien berichten weit häufiger über Gewaltdelikte von Ausländern, als es ihrem Anteil in der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik entspricht: Ein Viertel der TV-Berichte über Gewaltdelikte benennt die Herkunft der Tatverdächtigen. Von diesen TV-Berichten handeln 94,6 Prozent von ausländischen Tatverdächtigen. Das ist der höchste bislang…

Zitiert: Berichterstattung über Kriminalität

Eine Studie ergibt: Ausländische Tatverdächtige sind in Medien überproportional vertreten. Die Polizeistatistiken sprechen eine andere Sprache. […]

Laut Untersuchung nennt ein Viertel der Fernsehbeiträge, die über Gewalttaten berichten, die Herkunft der Tatverdächtigen. In 94,6 Prozent dieser Beiträge handle es sich dabei um ausländische Personen.

Das Bundeskriminalamt weise jedoch in seiner Statistik für 2024 bei Gewaltverbrechen nur 34,4 Prozent der Tatverdächtigen als nichtdeutsch aus. „Ausländische Tatverdächtige sind damit in den Medien etwa dreifach überrepräsentiert“, so die Schlussfolgerung der Studie.

taz.de, 17.10.2025 (online)

Zitiert: Die Panikmacher im Fernsehen

Wird mit der Polizeilichen Kriminalstatistik Politik gemacht? Das legt die ARD-Doku „Volk in Angst“ nahe – und wirft auch ein Schlaglicht auf die Krimi-Dichte im deutschen Fernsehen. […] Macromedia-Studien zufolge berichteten TV-Nachrichten und -Magazine bereits 2017 doppelt so häufig über Gewaltverbrechen wie…

Zitiert: True-Crime-Formate sind selten gute Kriminalberichterstattung

Gute True-Crime-Formate gab es schon immer, sie hießen nur anders. Oder um es mit den Worten von unserem geschätzten Kollegen und Podcast-Fachmann Sandro Schroeder zu sagen: „Das nennt sich halt Journalismus.“ Gute Kriminalberichterstattung ist eine, die aufdeckt, Ermittlungsdruck erhöht, Kritik an Justiz und Polizei äußert.

Ein gutes Beispiel dafür ist die Doku-Serie „Warum verbrannte Oury Jalloh?“, die in diesem Jahr auch für den Grimme-Preis nominiert war.

Lisa Kräher, Übermedien-Newsletter, 08.03.2025 (online)