Zitiert: Warum ein starker lokaler Journalismus wichtig ist

Mitte Dezember war im britischen „Guardian“ ein dringliches Plädoyer zu lesen, dass nur ein starker lokaler Journalismus in der Lage sein werde, den Desinformationen und Fake News unserer Zeit wirksam etwas entgegenzusetzen. Hier ist das Berichtete unmittelbar im Alltag relevant und nachprüfbar.…

Zitiert: Meinungsfreiheit verlangt journalistisches Gehör

Selbstverständlich hat niemand ein juristisches Anrecht auf öffentliches Gehör. Aber die Ignoranz allem Abweichenden gegenüber (es sei denn, es taugt zum Steigbügel für die eigene Ikonisierung) ist das Problem, welches sich hinter der Klage über mangelnde Meinungsfreiheit verbirgt. Fast alles sagen zu dürfen, jedoch mit allen Äußerungen, die eine Diskussion tatsächlich bereichern könnten, ignoriert zu werden, führt ein Grundrecht ad absurdum.

Timo Rieg, heise.de, 28.12.2019 (online)

Zitiert: Wie ein Begriff Kriege legitimiert

Um die gegenwärtigen Konflikte in der Welt zu beschreiben, nutzen Medien und Politiker häufig Begriffe wie »asymmetrische«, »hybride« oder »neue Kriege«. Das Problem: Sie sind analytisch unpräzise und empirisch umstritten. Zugleich dienen sie als Rechtfertigung für die Kriege des 21. Jahrhunderts. … Medienvertreter hingegen sollten sehr achtsam mit den Etiketten der »neuen«, »hybriden« und »asymmetrischen« Kriege umgehen. Als vage Sammelbegriffe tragen sie nicht immer zur Aufklärung bei, sondern verhindern diese teilweise sogar.

Sebastian Haupt, Katapult 09/2016 (online)

Zitiert: Medienqualität in Deutschland, Schweiz und Österreich

Medien leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Funktionieren der Demokratie: Ein qualitativ hochwertiges publizistisches Angebot ist Grundvoraussetzung für den freien Austausch von Meinungen und Positionen. Durch die Digitalisierung hat sich die Diskussion um Medienqualität intensiviert, denn angesichts der tiefgreifenden Umbrüche in den Medienmärkten…

Zitiert: Journalisten machen sich zur Marke

Journalisten machen sich mit Meinungsäußerungen zur Marke, während politische Akteure sich eigene Kanäle schaffen, um die jeweilige Zielgruppe direkt zu erreichen. Derzeit wird viel über sogenannte Newsrooms diskutiert, mit deren Hilfe Parteien und Ministerien ihre Öffentlichkeitsarbeit in sozialen Medien professionalisieren wollen – oft auch mit der Expertise gelernter Journalisten. Das Ziel: auf die Minute geplante Tweets, auf bestimmte Gruppen zugeschnittene Bilder, in Diskurse einsteigen, die trenden. Ob sie gesellschaftlich relevant sind, ist dabei manchmal nachrangig.

Mey Dudin: Politiker setzen in der Kommunikation auf soziale Netzwerke, epd medien, 28/2019, S. 3