Zitiert: Wahrheit als Verhandlungssache

Inzwischen weiß ich, dass dahinter eine Strategie steckt, deren Annahme lautet: Die Wahrheit ist Verhandlungssache. Es ist eine Art kommunikativer Relativismus, den man zurzeit an vielen Stellen beobachten kann. Eine Anschuldigung wird wird durch eine Gegenanschuldigung relativiert. Und so ergibt sich aus einer vermeintlich eindeutigen Ausgangslage, einer anscheinend schuldigen und einer anscheinend unschuldigen Partei, ein nebliges Bild, auf dem nur noch zu erkennen ist, dass zwei Parteien sich miteinander streiten.

Ralf Heimann, MDR Altpapier, 06.03.2020 (online)

Zitiert: Talkshows in der Zusammensetzung „deutscher“ als Deutschland

Allein aber die dürftige Idee von Repräsentation, die in solchen Statements zum Ausdruck kommt, zeigt, wie unbeeindruckt die Programmmacher von der Kritik an der Form ihrer Politikvermittlung sind. Noch immer halten sie die Stimmverteilung in den Parlamenten für eine maßgebliche Währung der…

Zitiert: Talkshows und Rechtspopulismus

Warum fällt es den Talkshows so schwer, ein brauchbares Konzept für den Umgang mit Rechtspopulisten vorzuleben? Vielleicht, weil sie einander zu ähnlich sind: Talkshows und Rechtspopulisten, haben Mobilisierungsstrukturen, die sich überschneiden. Beide teilen eine ähnliche Debattenlogik – vermutlich, ohne das explizit zu…

Zitiert: Framing im Journalismus

Mich macht auch Framing wütend. Denn es ist verdammt nochmal der Job eines jeden Journalisten und einer jeden Journalistin, sich über jedes fucking Wort und Bild Gedanken zu machen. Weil immer alles eine Wirkung hat.

Marieke Reimann, turi2.de, 16.01.2020 (online)