Zitiert: Überzeugungskraft der Argumente statt Verbote

Wenn es in freien Gesellschaften und Mediensystemen (zum Glück) sowieso schwierig ist, Medieninhalte zu verbieten – vielleicht würde die EU ja doch mehr gewinnen, wenn sie das eh aussichtsarme, dafür leicht kritisierbare Vorhaben, russische Propaganda zu verbieten, aufgeben und lieber auf die grundsätzlichen Vorzüge der Medienfreiheit sowie die Überzeugungskraft der Berichte freier Medien setzen würde.

Christian Bartels, MDR Altpapier, 15.9.2022 (online)

Zitiert: Was ist gefährlicher – Angst vor oder Verbreitung von Fake News

Die Angst vor Fake News ist mindestens so gefährlich für die Demokratie ist wie die tatsächliche Verbreitung von Fake News In dem Interview sagt Hoffmann über gezielt eingesetzte Desinformation, die bisherige Forschung zeige, „dass diese Form der Desinformation wenig Resonanz“ erziele. Die…

Zitiert: Neue Kennzahl misst Wirkstärke der Medien

Das Medienqualitätsrating analysiert und bewertet dafür die Qualität von 51 reichweitenstarken Medientiteln der Deutschschweiz und der Romandie aus den Gattungen Presse, Radio, Fernsehen und Online. Die Auswertung basiert auf einer inhaltsanalytischen Messung der Berichterstattungsqualität sowie einer Onlinebefragung über die Qualitätswahrnehmung des Publikums.…

Zitiert: Was wäre eine nicht verzerrte Wirklichkeit?

Die sogenannte Verzerrungshypothese ist in der Kommunikationswissenschaft bekannt und viel diskutiert, aber sie ist, wenn ich richtig informiert bin, immer eine Hypothese geblieben. Denn die Frage ist ja: Was wäre eine nicht verzerrte Wirklichkeit? Und woran wollte man die erkennen? Daran, dass medial keine Auseinandersetzung mit ihr stattfindet, die sie, ihm, verzerren könnte?

Klaus Raab, MDR Altpapier, 13.9.2022 (online)

Zitiert: Bei Intendant denkt man immer weniger an Journalismus

Wenn früher jemand „Intendant“ sagte, dachte man an Friedrich Nowottny, Klaus Bölling oder eben Fritz Pleitgen. Man dachte nicht so sehr an Behörde, teure Anstalt, überforderte Gremien oder gar Korruption, sondern an Journalismus. Das ist bemerkenswert, weil man heute immer weniger, wenn man Funktionsbezeichnungen wie Chefredakteur, Programmdirektorin oder eben Intendantin hört, an Journalismus denkt.

Kurt Kister, sueddeutsche.de, 16.9.2022 (online)