Zitiert: Rechterückbehalt beim Film

Wir brauchen einen Rechterückbehalt, wie wir ihn auch politisch fordern – in Anerkennung der kreativen Leistung und des Produktionsrisikos der Produzentinnen und Produzenten. Um ein Unternehmen auf eine gesunde, breite Basis zu stellen, geht es nicht ohne Rechte. Ich vergleiche das immer gern mit der Produktion eines Stuhls: Wenn mein Design dem Kunden gefällt, kauft er den Stuhl und bezahlt dafür hundert Prozent der Herstellungskosten plus die eingerechnete Marge. Trotzdem gehören Entwurf und Prototyp weiterhin mir. Hier braucht es eine faire Aufteilung.

Sabine de Mardt, dwdl.de, 04.02.2026 (online)

Zitiert: Probleme der Filmfinanzierung

Nach Angaben von Brancheninsidern sind die Preise für Produktionen deutlich gestiegen. Vor zehn Jahren, sagt ein erfahrener ARD-Redakteur, habe ein „Tatort“ noch 1,5 Millionen Euro gekostet, mittlerweile nähere man sich der Zwei-Millionen-Marke. Inflation, Tariferhöhungen, Intimacy Coaches, Green Producing, all das treibe die…

Zitiert: Mehr Geld für weniger Filme

Wir können und wollen nur noch Budgets verantworten, die nicht zur Selbstausbeutung führen. Ansonsten verschwinden nämlich immer mehr kleinere und mittlere Unternehmen aus dem Markt oder werden von Großen aufgekauft. Auch wenn gewisse Marktbereinigungen normal sind, wollen wir eine vielfältige mittelständische Produktionslandschaft…

Zitiert: 12 Jahre, um “Lieber Thomas” zu finanzieren

Wir sind zwölf Jahre auf einer gefühlt ewigen Reise unterwegs gewesen und heute hat mich nach so vielen Jahren das Gefühl beschlichen, dass wir nur die Außendienststelle von Babelsberg sind. Das fand ich irgendwie komisch. Aber es liegt vielleicht daran, dass man für relevante, für große, für politische und wichtige Filme in diesem Land einfach nicht genug Geld zusammenbekommt. Wir haben den Film mit einem scheiß kleinen Budget gemacht und es tut mir leid, das einmal sagen zu müssen.

Till Berenbach, berliner-zeitung.de, 25.6.2022 (online)

Dokumentiert: ARD-Positionspapier  zur Vielfalt Produzentenlandschaft

In dem Positionspapier (pdf) heißt es u.a.: „Film ist und bleibt ein wertvoller und wichtiger Bestandteil in den Programmen der ARD. Die ARD sieht daher in den Produzenten einen unverzichtbaren Partner zur Erfüllung ihres öffentlich-rechtlichen Auftrags. … Einem vielfältigen und leistungsfähigen Produzentenmarkt wird dabei aus Sicht der ARD auch durch verschiedene Formen der Filmfinanzierung entsprochen, welche von voll- über teilfinanzierte Auftragsproduktionen bis hin zum Lizenzkauf reichen können.“

 

Der von der Produzentenallianz geforderte Umstieg auf das reine Lizenzmodell wird von der ARD abgelehnt. Weiterlesen Dokumentiert: ARD-Positionspapier  zur Vielfalt Produzentenlandschaft