ARD plant einen Relaunch der Wissensdokumentationen

Björn Wilhelm verrät, dass die ARD in 2023 einen Relaunch der Wissensdokumentationen plant: „Das wird ein Hybrid aus einer sehr reportagigen, unterhaltsamen, launigen Spurensuche nach Erkenntnissen und gleichzeitig lernt man was und wird hoffentlich etwas klüger. Ist das Unterhaltung oder Bildung?“

Jörg Seewald, faz.net, 20.10.2022 (online)

Die ARD und die Zahlen

 

Jörg Langer widmet sich in seinem Medienblog der Frage, wie hoch die Kosten je Zuschauer bei Fußball bzw. Dokumentationen sind. Seine stichprobenartig ausgewählten Produktionen waren 11 bis 31 mal effizienter in der Mittelausschöpfung der Gebühren bzw. der Zuschaueransprache. Wie kommt er darauf?

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Eigensicht und öffentliche Wahrnehmung der ARD: „Top oft he Docs“

„Die ARD ist deutschlandweit führend im Genre Fernsehdokumentationen und Dokumentarfilm. Das hat der Senderverbund am Abend beim Empfang „Top of the Docs“ in Berlin unterstrichen. Im Jahr 2012 wurden insgesamt 9092 Stunden an Reportagen und Dokumentationen im Ersten und den Dritten Programmen ausgestrahlt, das entspricht 25 Stunden pro Tag (ohne Phoenix, Arte und 3sat). An Neuproduktionen entstehen jährlich ARD-weit Dokumentationen und Dokumentarfilme in einer Gesamtlänge von 2027 Stunden, was rund 5,5 Stunden täglich bedeutet. Allein 60 Kinodokumentarfilme strahlte die ARD in 2012 im Ersten und den Dritten Programmen aus.“ So der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor zur Eröffnung der Veranstaltung laut einer Presseerklärung der ARD.

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Mehr Dokus im ERSTEN?

 

 

Bevor Günther Jauch im Herbst 2011 am Sonntagabend auf Sendung ging, hatte die ARD einen Sendeplatz für Dokumentationen am späten Mittwochabend. Diesen Platz gibt es nicht mehr. Er wurde von der Talk-Leiste verdrängt, damit im Ersten fünf Talksendungen hintereinander in der Woche zu sehen sind. Dass den Talksendungen ein Dokuplatz „zum Opfer gefallen“ sei, wie die Süddeutsche Zeitung schrieb, will ARD-Chefredakteur Thomas Baumann nicht gelten lassen. „Das Erste habe sein Doku-Angebot nicht reduziert“, erklärt er gegenüber der Süddeutschen Zeitung. Thomas Baumann untersetzt dies damit, dass die ARD im Jahr 2010 114 Doku-Programme gezeigt habe und für das Jahr 2012 – auch durch Sonderprogrammierungen und Reihen – 125 Doku-Programme gezeigt haben werde. Dabei würden auf dem montäglichen Doku-latz nicht einmal immer auch Dokus laufen, sondern immer mal wieder auch Comedy.

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