Zitiert: Zustand der Kultur im Fernsehen und im Digitalen ist beklagenswert

Entgegen den Versicherungen und dem Selbstlob aus Sendeanstalten ist der Zustand der Kultur im Fernsehen und im Digitalen beklagenswert. Es fehlt an Mut, keine Innovation, kein Wille zur Veränderung wird sichtbar. […]

Es fehlt die Liebe, die Begeisterung für Kultur und ihre Hervorbringungen. Kultur ist im besten Fall eine Spielwiese der Freiheit, sie eröffnet Möglichkeitsräume für Phantasie und Vernunft, schafft gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wir können es uns nicht leisten, uns mit diesem Zustand des Kulturfernsehens abzufinden.

Heike Hupertz, epd medien, 21.03.2025 (online)

Zitiert: Spontaneität die den „Tagesthemen“

Auch bei einer formatierten Sendung wie den „Tagesthemen“ ist Spontanität möglich – etwa als Reaktion auf einen Korrespondenten oder den Wetterbericht, vor allem aber bei Interviews, in denen etwas Überraschendes gesagt wird. Da kommt es natürlich darauf an, gut zuzuhören, um den entscheidenden Satz nicht zu verpassen. Ich selbst halte mich außerdem nicht sklavisch an die vorgeschriebenen Moderationen auf dem Prompter, sondern moduliere die Sätze manchmal sehr kurzfristig noch um. Im Idealfall sollte es ohnehin so geschrieben und formuliert sein, dass auch eine Moderation vom Prompter wie die eigene „Sprechsprache“ klingt.

Ingo Zamperoni, dwdl.de, 27.03.2025 (online)

Zitiert: Portal ARD-Kultur ist ein Gemischtwarenladen

Das digitale Portal ARD-Kultur ist ein Gemischtwarenladen, in dem allerhand egaler „Content“ dominiert, während im Linearen selbst bei Arte Formatierungsschablonen über alle möglichen Inhalte gelegt werden. Gestaltung wurscht, Konzept wurscht, Hauptsache prominente Talking Heads. Oder mit praktischem Nutzwert. Solche kulturelle Vermittlung hat auch ihre Daseinsberechtigung. Doch wenn sie zum großen Teil oder ausschließlich die öffentlich-rechtlichen Programme bestimmt, ist der gesellschaftsbildende, demokratiekonstituierende Ansatz der Kultur bedroht.

Heike Hupertz, epd medien, 21.03.2025 (online)

Zitiert: Kulturfernsehen als Kommunikationsangebot?

Heutzutage heißt das, die Beiträge müssen besonders ’niedrigschwellig‘ und ‚abholend‘ sein. Je weniger Sachkenntnis sie voraussetzen, umso besser. In dieser Logik führt paradoxerweise gerade ‚Niedrigschwelligkeit‘ zu Exklusion. Gefühlig wird argumentiert, Sachkenntnis könnte ängstigen. Anstrengung könnte ängstigen. Verstehen könnte ängstigen.

Heike Hupertz, epd medien, 21.03.2025 (online)

Zitiert: Effizienz der Medienaufsicht ist wissenschaftlich „unterbelichtet“

Die Frage nach der Zusammensetzung, Effizienz und Transparenz der Aufsichtsgremien im öffentlich-rechtlichen Rundfunk ist ein Dauerbrenner in medienpolitischen und medienjournalistischen Debatten. Allerdings muss die Diskussion darüber notgedrungen auf dürftiger Zahlengrundlage geführt werden, gibt es doch nur wenige empirische Untersuchungen. Die Kommunikationswissenschaft vernachlässigt…