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Zitiert: „Lügenpresse“

„Lügenpresse“ wurde 2014 das Unwort des Jahres. Genau hundert Jahre zuvor war es in völkischen Kreisen kreiert worden. Joseph Goebbels verhalf ihm durch den häufigen Gebrauch zu einer Popularität, die bis in die heutige Zeit reicht. Die Phrase blieb im Wesentlichen in der braunen Blase, aus der sie kam, und wurde in Corona-Tagen zum Marschgesang. Vermutlich kannten die meisten, die das Wort benutzten, nicht einmal dessen Ursprung. Denn zur Freiheit, wie sie sie verstanden und verstehen, gehört auch die Abwesenheit von Geschichtskenntnissen.

Frank Schumann, berliner-zeitung.de, 16.12.2024 (online)

Zitiert: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht

Es gibt Vorgänge und Ereignisse, bei denen es ratsam ist, ein wenig länger darüber nachzudenken und das Geschehene erst einmal sacken zu lassen. […] Von Sitzung zu Sitzung der Rundfunkkommission schmolzen die Staatskanzleien das ambitionierte Reformprogramm ab. […] Dass sich die Strukturdebatte…

Zitiert: Kurzfilme verkörpern cineastische Kardinaltugenden

Es gibt keinen Grund, Kurzfilme aus ihrem vermeintlichen Schattendasein zu befreien – sie verkörpern cineastische Kardinaltugenden. Die ersten Filme der Weltgeschichte waren Kurzfilme, alle wirklichen Meister haben ihnen gehuldigt, oft bis ins hohe Alter hinein. Erinnert sei nur an Agnès Varda, Jean-Luc…

Zitiert: Qualitätsstandards beim Reporter:innenpreis

Selbstbestätigung statt Selbstkritik. Die Auszeichnung des NDR-SZ-Podcasts „Rammstein – Row Zero“ mit dem Reporter:innenpreis konterkariert hingegen den eigenen Anspruch des Reporterpreises „vorbildliche“ Arbeiten auszuzeichnen. Richtig ist, dass die Grenzen der zulässigen Verdachtsberichterstattung nicht einfach zu bestimmen sind und gerichtlich immer wieder ausgefochten…

Zitiert: Mangelnde innere Pluralität in den Redaktionen

Meine Kritik an den Medien wäre nicht, dass sie lügen würden. Wenn ich Medienkritik äußere, dann ist es an der mangelnden inneren Pluralität in den Redaktionen, wo dann der einzelne Abweichler möglicherweise nicht mehr zur Feier unter Kollegen eingeladen wird, wie Jan Fleischhauer in seinem berühmt gewordenen Buch „Unter Linken“ aus der Spiegel-Redaktion zu berichten wusste. Und meine Kritik richtet sich dagegen, dass alles sehr gleich klingt.

Christian Lindner, berliner-zeitung.de, 14.12.2024 (online)