Zitiert: Reichweite versus Qualität

2009 sagt der damalige Google-CEO Eric Schmidt in bemerkenswert selbstbewussten Worten: „Wir haben entschieden, dass Reichweite der Wert ist, den wir unseren Partnern zur Verfügung stellen.“ Eine folgenschwere Entscheidung für den Journalismus. Neben dem Werbemarkt funktioniert nun also auch die Distribution der…

Klick-Tipp: Killt KI die Reichweite unabhängiger Medien?

In England klagen Verleger gegen die Google-KI, weil sie um ihre Sichtbarkeit fürchten. Ist die Sorge begründet? Wie werden sich Medien im KI-Zeitalter verändern? Und was bringt ihnen Reichweite? Holger ruft an bei dem Journalisten und Medienunternehmer Sebastian Esser. Englische Verleger klagen…

Zitiert: Doppelt „unfreie“ öffentlich-rechtliche Sender

Wenn aktuell öffentlich-rechtliche Rundfunkanbieter gebührenfinanzierte Inhalte für Plattformen wie YouTube oder TikTok produzieren, tun sie unter den Zwängen der digitalen Monopolbildung das einzig Richtige: Sie liefern ihre Inhalte gezwungenermaßen dort aus, wo der Traffic ist. Dass dies demokratiepolitisch zugleich grundfalsch ist, liegt…

Zitiert: Wen das ZDF erreicht

Etwa sieben Prozent der 14- bis 49-Jährigen erreichen ARD und ZDF. Lag die durchschnittliche Reichweite des ZDF 1992 noch bei mehr als sieben Millionen Zuschauern, liegt sie heute bei unter vier Millionen. Gewiss, die Zugriffe auf ihre Mediatheken kommen hinzu. Aber auch dort sind Sendungen Spitzenreiter, die zwei Millionen Mal angeklickt werden. Der Anspruch, alle zu erreichen, weil alle zahlen, wird nicht im Mindesten erfüllt.

Jürgen Kaube, faz.net, 28.10.2024 (online)

Zitiert: Wenn es nur um Reichweite und Popularität gehen würde

Über die 118 Minuten der Kommissionspräsidentin wurde an diesem Tag auf allen Kanälen berichtet, das ist Pflicht. Auf dem Kanal der Deutschen Welle bei YouTube ist ihre staatstragende Rede bis heute knapp 5000-mal angeklickt worden. Die 60 Sekunden von Sonneborn schaffen es natürlich nicht in die Tagesschau. Bei YouTube hat der kurze Clip inzwischen aber mehr als 1,7 Millionen Klicks. Ginge es nur um digitale Reichweite und Popularität, Sonneborn wäre Kommissionspräsident.

Martin Sonneborn, berliner-zeitung.de, 04.02.2024 (online)