Zitiert: Vielfalt im ERSTEN: „Wir sind (D)eins“

„Um ein sorgfältig austariertes Für-jeden-etwas-Portfolio mit Spannendem, Gefälligem und noch mehr gefälliger Krimi-Spannung handelt es sich auch beim Gesamtpaket der insgesamt 144 neuen Fernsehfilme, die die ARD in diesem Jahr erstausstrahlen will. 35 Mittwochs-Filmen am einzigen genre-offenen Sendeplatz im deutschen Fernsehen stehen 43 Sonntags-Krimis und 24 Donnerstags-Krimis gegenüber. … Die Dutzendware wird mal etwas aufwändiger, mal normal aufwändig produziert – für durchschnittliche Minutenpreise von 15.500 bis 18.200 Euro brutto. Das ergibt über die Normlänge von gut 88 Minuten 1,36 Millionen bis 1,6 Millionen Euro pro Stück. Was also allein für die ARD in neunstelligen Bereich führt. … Ist das in dem Ausmaß, was die deutsche Gesellschaft tatsächlich möchte oder braucht – als “Kitt”, wie ARD-Programmdirektor Volker Herres gerne sagt (mal im Bezug auf Sport, mal auf viel eingeschaltetes Fernsehen, siehe etwa hier und hier)? Oder werden die Menschen in wenigen Jahrzehnte fassungslos darüber staunen, was sich die deutsche Gesellschaft der 2010er Jahre in ihrem Fernsehen leistete?“

 

Christian Bartels, Medienkolumne auf evangelisch.de, 01.02.2018 (online)

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Zitat der Woche
Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
Out of Space
Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)