Zitiert: Journalismus oder „pädagogische Arbeit“

Es schauen jetzt mehr Leute auf meine Inhalte, vor allem mehr Kritiker. Aber ich glaube, innerlich wollte ich so eine Situation herstellen, in der ich mehr gesehen werde und die mich herausfordert, besser zu werden. Dahinter steckt auch der Wunsch, dass man meine Arbeit ernst nimmt. Dass man anerkennt, dass mein Team und ich professionell arbeiten. […]

Ich will konkreter werden. Schon mein Deutschlehrer sagte mir früher, dass es zwar toll sei, so viele Paraphrasen und Parataxen zu verwenden. Die eigentliche Kunst aber sei es, mit einem ganz knappen verständlichen Satz zu sagen, was man ausdrücken möchte. Das fällt mir heute noch schwer. Dadurch, dass ich jetzt ein Redaktionsteam habe, hoffe ich auch, mehr Perspektiven auf Themen zu haben. Und ich hoffe, dass mir der MDR noch viel journalistisches Rüstzeug mitgibt, denn ich habe ja keine Journalistenausbildung. […]

Viele sagen, dass ich journalistische Arbeit mache. Ich selbst würde sagen, dass ich Kommunikation und pädagogische Arbeit mache, indem ich Quellen aus dem Journalismus zusammenfasse, und zwar so, dass ich sie meinem Publikum kommunizieren kann. Im Grunde mache ich so das, was ich auch als Lehrer gemacht hätte, nur für ein anderes Publikum.

Alexander Prinz, spiegel.de, 13.05.2024 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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