Zitiert: Eine digitale Stimme für den Globalen Süden

Im Internet, in Apps und Sprachassistenten kommen sie nicht vor: die Sprachen von etwa 3,5 Milliarden Menschen, vor allem aus dem Globalen Süden. Forscher arbeiten jetzt daran, ihnen digital eine Stimme zu geben. […]

„Sprache bestimmt sehr stark, welche Möglichkeiten du online hast. Und Sprache hat auch einen starken Einfluss darauf, wie willkommen und zugehörig du dich fühlen kannst, wenn du online bist“, sagt Nakeema Stefflbauer, Gründerin von Techincolor.eu, einem Netzwerk von Tech-Führungskräften in Europa.

Ihr Fazit fällt kritisch aus, wenn es um Sprachenvielfalt im Internet geht. „Wenn du auf die großen sozialen Plattformen schaust – egal ob Wikipedia, YouTube, Facebook oder Twitter: Sie alle haben Probleme damit, Sprachen und kulturelle Feinheiten durch Sprachen zu unterstützen, die außerhalb Nordamerikas, Europas und teilweise Asiens gesprochen werden“, sagt sie.

Verantwortlich dafür ist das Design Künstlicher Intelligenzen, die schlicht nur auf eine begrenzte Anzahl an Sprachen programmiert sind. Google etwa unterstützt rund 100, Wikipedia hält 315 Sprachversionen bereit. Das sind bei Google weniger als zwei, bei Wikipedia weniger als fünf Prozent aller Sprachen weltweit.

Vera Linß, deutschlandfunkkultur.de, 10.2.2022 (online)

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Gut zur Entgiftung des öffentlichen Diskurses wäre es, auch in den Beiträgen jener, die anders denken als man selbst, die klügsten Gedanken zu suchen, nicht die dümmsten. Man läuft natürlich dann Gefahr, am Ende nicht mehr uneingeschränkt Recht, sondern einen Denkprozess in Gang gesetzt zu haben.   Klaus Raab, MDR-Altpapier, 25.05.2020, (online)    
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