Zitiert: Daten schützen vs. Daten nutzen

Damit geht zum Beispiel die Frage einher, wie die Daten verwaltet werden, die schon heute erhoben werden. Vielleicht muss man die Idee verfolgen, dies in einer öffentlich-rechtlichen Einrichtung zu tun, die nicht ausschließlich zu kommerziellen Zwecken geführt wird. Vielleicht ist es sinnvoll, wenn diejenigen, die Daten erheben, so etwas wie eine Standesethik entwickeln, wie man sie von der ärztlichen Schweigepflicht kennt. Und womöglich muss man auch über Verfallszeiten für Daten sprechen.

All diese Ansätze könnten dazu beitragen, dass sich aus der berechtigten Begeisterung für Datenschutz in diesem Land die gemeinsame Aufgabe entwickelt, ein beispielhaftes Vorbild für Datennutz zu prägen: positive Beispiele, die zeigen, wie man auf Basis der freiheitlich-demokratischen Grundordnung Daten sammeln und verwerten kann. So würde man jedenfalls mehr gegen Überwachung tun, als wenn man sie einfach nur beklagt.

Dirk von Gehlen, sueddeutsche.de, 13.09.2019 (online)

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Spitzenvertreter von ARD und ZDF – darunter WDR-Intendant Tom Buhrow, der seit Januar 2020 ARD-Vorsitzender ist, BR-Intendant Ulrich Wilhelm, ARD-Generalsekretärin Susanne Pfab und ZDF-Intendant Thomas Bellut wie auch Vorsitzende von Senderaufsichtsgremien wie der WDR-Rundfunkratsvorsitzende Andreas Meyer-Lauber – erklären, die Rundfunkbeitragshöhe läge in der aktuellen Periode 2017 bis 2020 real bereits bei 18,35 Euro (inklusive LMA-Anteil). Doch dies trifft, wie schon angeführt, nicht zu. Berücksichtigt man die bereits genannten Faktoren, läge die reale Beitragshöhe niedriger als 18,35 Euro; geschätzt dürften es etwa 18,20 Euro sein – doch auch dieser Betrag spiegelt noch nicht die reale aktuelle Beitragshöhe wider.   Volker Nünning, Medienkorrespondenz, 18.02.2020 (online)    
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Auf seinem YouTube-Kanal „Ryan ToysReview“ testet der kleine Amerikaner Ryan seit März 2015 allerhand Spielzeug. Die Beschreibung des erfolgreichen Channels ist simpel: „Rezensionen für Kinderspiele von einem Kind! Folge Ryan dabei, wie er Spielzeug und Kinderspielzeug testet.“ Ryan hat 17 Millionen Abonnenten und verdient 22 Millionen Dollar im Jahr. Berliner Zeitung, 04.12.2018 (online)